• Start / Aktuell
• Strahlung und Gesundheit
 Strahlung allgemein
 Mobilfunk-Antennen
 Handy
 DECT-Funktelefon
 WLAN Computerfunk
 Strom im Haushalt
• Appelle
• Briefe/Leserbriefe
• Wissenschafts- kritik
• Wissenschaftliche Studien/Artikel
• Berichte Betroffener
• Vogelgrippe / Impfkritik
• Info-Material
• Kontakt / Mitgliedschaft


 
 

HANDY UND GESUNDHEIT








Daily Mail, 30. August 2007

Nur zehn Minuten am Mobiltelefon können Krebs auslösen, glauben Wissenschafter

diesen Artikel als pdf-Datei

Von David Derbyshire

Mobiltelefone können innerhalb von nur zehn Minuten mit der Entstehung von Krebs verbundene Veränderungen im Gehirn auslösen, behaupteten gestern Wissenschafter. Sie fanden heraus, dass sogar niedrigintensive Strahlung von Handys in die Zellteilung des Gehirns eingreift. Die Zellteilung fördert das Tumorwachstum.

Auch wenn die Wissenschafter den Beweis, dass Signale von Mobiltelefonen gefährlich sind, nicht liefern konnten, so deuten die Ergebnisse darauf hin, dass sie es doch sein könnten. Zwar haben andere wichtige Studien weder einen Zusammenhang zwischen Mobiltelefongebrauch und Hirntumoren noch eine dramatische Zunahme von Krebsfällen gefunden. Aber die Forscher bestehen darauf, dass ihre Entdeckung die offiziellen Meldungen, Mobiltelefone seien sicher, in Frage stellt.

Die offiziellen Regelungen gehen davon aus, dass diese Telefone eine zu geringe Strahlung aussenden, um das Hirn in gefährlicher Weise zu erhitzen. Die neue Studie vom Weizmann-Institut in Israel deutet jedoch darauf hin, dass „nicht-thermische“ Strahlung ein Risiko in sich bergen könnte.

Die israelischen Wissenschafter setzten Zellen von Menschen und von Ratten im Labor einer niedrigintensiven Strahlung bei 875 Megahertz aus – einer ähnlichen Frequenz, wie sie von vielen Mobiltelefonen benutzt wird. Obwohl die Strahlung viel schwächer war als die Emissionen eines typischen Mobiltelefons, begann nach zehn Minuten im Inneren der Zellen ein chemisches Signal aufzutreten, wie die Forscher im Biochemical Journal berichteten.

Die chemischen Signale, die sie nachwiesen, hatten etwas mit der Zellteilung zu tun. Die Forscher sagten, die Reaktion sei nicht durch Erwärmung verursacht, und sie gaben an, dass sie damit einen neuen Weg gefunden hätten, wie die Mobiltelefone die Gesundheit schädigen könnten. Dr. Rony Seger, Mitautor der Studie, berichtete der Zeitschrift New Scientist: „ Die Bedeutung liegt darin, dass gezeigt wurde: Zellen reagieren auf Mobilfunkstrahlung in nicht-thermischer Weise.

Obwohl Veränderungen im chemischen Mechanismus, wie ihn die israelischen Wissenschafter sehen, mit verschiedenen Krebsarten verknüpft sind, sagen die Forscher, es habe keine Anzeichen für einen Krebs verursachenden Effekt gegeben. Dr.Simon Arthur, ein Gesundheitsexperte der Dundee University, sagte, es sei „unwahrscheinlich“, dass der Effekt Krebs erzeugen könne.

Dr. Dariusz Leszczynski vom Amt für Strahlenschutz in Helsinki sagte: „ Wenn Mobiltelefone keine biologischen Effekte herbeiführen können, dann wird es nie irgendwelche gesundheitliche Auswirkungen geben. Wenn wir aber zeigen können, dass diese Strahlung imstande ist, biologische Effekte zu erzeugen, dann sieht die Sache allerdings ganz anders aus.“

Eine ausführliche Bewertung der Sicherheit von Mobiltelefonen soll im nächsten Monat vom britischen Gesundheitsamt veröffentlicht werden. Der letzte Bericht des Amtes aus dem Jahr 2004 fand keine Beweise für ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko durch Mobiltelefone. Immerhin warnte er vor übermässigem Mobiltelefongebrauch speziell durch junge Menschen. Dr. Michael Clark, Sprecher des Amtes, sagte: „In Anbetracht solcher Erkenntnisse, wie sie von Zeit zu Zeit auftauchen, ist eine vorsorgliche Massnahme angezeigt.“

Graham Philips von der kritischen Powerwatch-Gruppe sagte: „Sicherheitsrichtlinien gehen davon aus, dass gesundheitliche Effekte durch Mobiltelefone nur dann auftreten, wenn eine erhebliche Erhitzung des Körpergewebes stattfindet. Diese Studie zeigt nun aber biologische Veränderungen als Reaktion auf Mobiltelefonstrahlung niedriger Intensität – etwas, das möglicherweise Auswirkungen auf die Gesundheit haben könnte. Weitere Forschung ist nötig; klar ist jedoch, dass eine nur auf thermischen Effekten beruhende gesetzliche Regelung überholt ist.“

Übersetzung: www.diagnose-funk.ch und www.buergerwelle-schweiz.org
07.09.2007


> Zurück zum Inhaltsverzeichnis






 


Handy statt Festnetz-Telefon zuhause:
Der Strahlungspegel steigt und steigt!

diesen Text als pdf-Datei

Swisscom bündelt Handy und Festnetz-Breitbandanschluss: Wird das Handy bald in immer mehr Haushalten das einzige vorhandene Telefon sein? (27. August 2007)

Swisscom-Kunden können ab sofort ein Natel-Abonnement mit einem DSL-Internet-Breitbandanschluss kombinieren, ohne dass sie einen Festnetz-Telefonanschluss angemeldet haben müssen. Telefoniert wird nur mit dem Handy, der Internet-Zugang erfolgt über den herkömmlichen DSL-Anschluss. Das neue Angebot – so die Swisscom – sei für Kunden interessant, die keinen Festnetz-Telefonanschluss haben oder diesen kaum nutzen und dennoch einen schnellen Internet-Zugang zu Hause wünschen.

Durch den Verzicht auf den analogen Festnetz-Telefonanschluss zuhause lassen sich jährlich rund 300 Franken sparen. Allerdings können dafür die Handy-Telefonierkosten wesentlich höher ausfallen als die bisherigen Telefoniergebühren für das Festnetz-Telefon.

Dies ist ein weiterer Versuch, Kunden weg vom Festnetz-Telefon aufs Mobilfunknetz zu locken. Was aber geschieht, wenn immer mehr Menschen ihren Festnetz-Telefonanschluss abmelden, das Schnurtelefon im Schrank versorgen und das Handy zu ihrem einzigen Telefon für zuhause und auswärts machen? – Das sind die Folgen:

  • Das landesweite Gesprächsvolumen über die Mobilfunknetze steigt. Dadurch steigt auch die Belastung der Bevölkerung infolge der stärkeren Strahlung der bestehenden GSM- und UMTS-Antennen. Und wo diese bestehenden Antennen bezüglich der Zahl gleichzeitig geführter Gespräche an ihre Kapazitätsgrenze kommen, entsteht ein Druck, neue Antennen zu bauen. Dadurch steigt der allgemeine Strahlungspegel weiter an.

  • Wohnungs-Handynutzer wollen aus jedem Zimmer Verbindung haben. Das verstärkt den Konkurrenzdruck auf die Betreiber, die Sendeleistungen ihrer Antennen zu erhöhen, damit die Strahlung bis zuinnerst in jedes Haus hinein dringt. Dadurch steigt die Strahlungsbelastung überall noch mehr, drinnen und draussen.

  • Wer seinen Festnetz-Telefonanschluss durch das Handy ersetzt, muss durch das vermehrte Telefonieren mit dem strahlenden Handy am Kopf mittel- bis langfristig mit einer entsprechend erhöhten Gesundheitsgefährdung rechnen. Zum Beispiel zeigen alle bisherigen wissenschaftlichen Studien mit einer Handy-Nutzungsdauer von mindestens 10 Jahren ein erhöhtes Hirntumorrisiko. (Uneinheitlich sind die Studienresultate nur bei kürzeren Nutzungsdauern.)

  • Ausserdem dringt während des Telefonierens die Handystrahlung natürlich nicht nur dorthin, wo sie hin soll, nämlich auf die Dächer zu den Antennenmasten hinauf, sondern rundherum auch in die benachbarten Wohnungen. Empfindliche (elektrosensible) Wohnungsnachbarn reagieren oft mit Beschwerden auf Handytelefonate, die im selben Haus oder manchmal sogar im Nachbarhaus geführt werden. Solche Beschwerden können massiv sein und die Lebensqualität stark beeinträchtigen.

  • Das Handy bzw. die Handys der Familie müssen empfangsbereit sein, das heisst sie sind immer – oder doch meistens – eingeschaltet. Die periodischen (z.B. halbstündigen) Sendeimpulse eingeschalteter Handys, mit denen sich diese Handys im Betreibernetz jeweils melden, werden von empfindlichen Menschen in der Umgebung oft als sehr unangenehm wahrgenommen. – Ausserdem erzeugt jedes eingeschaltete Handy andauernd ein niederfrequentes, meist mit etwa 2 Hertz (= 2 kurze Impulse pro Sekunde) getaktetes Magnetfeld, das von empfindlichen Menschen innerhalb eines Umkreises von bis zu einigen Metern wahrgenommen werden kann und erfahrungsgemäss oft ebenfalls zu Beschwerden (bei entsprechender Disposition z.B. sogar Herzrhythmusstörungen) führt.

  • Die Akkus der Handys benötigen vermehrte Aufladung. Dadurch steigt der Wohnungs-Stromverbrauch.

Fazit: Bleiben Sie beim Festnetz-Telefonanschluss! Und benützen Sie nicht ein strahlendes DECT-Schnurlos-Telefon, sondern ein herkömmliches Schnurtelefon. Lieber lästige Kabel als lästige Beschwerden und Krankheiten!

www.buergerwelle-schweiz.org
28.08.2007


> Zurück zum Inhaltsverzeichnis






Top-Aktuell:

Der Film „Der Handykrieg“ auf DVD – ungekürzt!

Die Bürgerwelle hat mit dem Filmemacher Klaus Scheidsteger einen Exklusivvertrieb für den Film „Der Handykrieg“ für den gesamten deutschsprachigen Raum vereinbart. Im MDR ist dieser Film am 7.12.2006 um 10.35 Uhr in einer gekürzten Version von ca. 30 Minuten gezeigt worden. Aufgrund der Kürzung fehlen brisante Fakten. Die Bürgerwelle bringt für Sie den ungekürzten Film in einer Länge von ca. 50 Minuten.

Der Preis liegt bei € 15.- inkl. Mwst. zuzüglich Versandkosten.
Bestellung hier
   (Auslieferung ab Ende Dezember 2006)

Die Bürgerwelle hat mit Herrn Scheidsteger vereinbart, dass der Film öffentlich vorgeführt werden darf. Somit kann der Film z.B. in Schulen, auf Veranstaltungen usw. gezeigt werden!


Der Handykrieg

Reportage, 30 Minuten, Sendedatum 7.12.2006, 10.35 Uhr, MDR

Sicherlich ein Film, der der Mobilfunkindustrie nicht gefallen wird, deckt er doch anhand der Geschichte des amerikanischen Wissenschaftlers Dr. George Carlo einige ihrer üblen Machenschaften auf.

Dr. Carlo, der Insider, von 1993 bis 1999 mit einem Budget von 28,5 Mio. Dollar ausgestattet, folgte seinem Gewissen und forderte von der Industrie, die Verbraucher auf die eindeutigen Gesundheitsrisiken hinzuweisen, statt ihnen weiterhin vorzugaukeln, die Handy-Nutzung sei unbedenklich.

Doch anstatt seinen wissenschaftlichen Empfehlungen zu folgen, begann sein Auftraggeber, der amerikanische Industrieverband CTIA (Cellular Telephone Industry Association) den hochqualifizierten Mann aus Washington D.C. zu diskreditieren. Wie durch Zufall brannte sein Haus, wurden die Zahlungen eingestellt, wurde sein Name durch den Schmutz gezogen…

Nachdem er zusammen mit dem  Journalisten Martin Schram von der Washington Post ein Buch über seine Industrieerfahrungen geschrieben hatte („Cell Phones – Invisible Hazards in a Wireless Age“, 2001), willigte er ein, eine brisante Mission zu begleiten: Als Experte den spektakulären Rechtstreit einiger Anwälte gegen die Mobilfunkindustrie weltweit zu koordinieren.

Der Film, der in Frankreich in voller Länge gezeigt wurde  („Portables en accusation” , France 2 , 50 Minuten, Mai 2006), stammt vom deutschen Filmemacher Klaus Scheidsteger, der auf Anfrage kommentierte: “ Ich bin gespannt, wie mein Film nach den Kürzungen ausschaut ...”. In Frankreich hatte die Industrie versucht, den Film juristisch zu stoppen. Nach einigen kleinen Änderungen sahen ihn immerhin 2 Mio. Zuschauer, dies trotz der relativ schlechten Sendezeit von 23 Uhr. Der Sendeplatz im Vormittagsprogramm des MDR um 10.35 Uhr spricht eine deutliche Sprache: „…mich wundert da nichts mehr”, so Klaus Scheidsteger.

                      

> Zurück zum Inhaltsverzeichnis




 


Gesundheitsgefahr Handy: spätestens 1999 wusste man davon! – Der berühmte Brief von Dr. G. Carlo („Der Handykrieg“) an die US-Mobilfunkindustrie

diesen Einführungstext als pdf-Datei

Am 7. Oktober 1999 schrieb der Forschungskoordinator Dr. George Carlo seinen – inzwischen berühmt gewordenen – letzten Brief an seinen Auftraggeber, die Telekommunikationsindustrie. Er gab darin seiner Enttäuschung Ausdruck, dass die Industrie seine Empfehlungen zum Schutz der Handybenutzer ignorierte. Diese Empfehlungen für den Konsumentenschutz folgten aus den Ergebnissen des 28 Millionen-Dollar-Forschungsprogramms, das er im Auftrag der Industrie 6 Jahre lang geleitet hatte.

Vor 7 Jahren kursierte der Brief von Dr. Carlo in allen Kreisen, die besorgt waren über das Gesundheitsrisiko der Mobilfunkstrahlung. Der Brief war einer der klarsten Hinweise für die Tatsache, dass sich das Ausmass des Gesundheitsrisikos der Mobilfunkstrahlung schon Ende der Neunzigerjahre abzuzeichnen begann. Jedenfalls wusste man soviel, dass es damals unverantwortlich schien, diese Technologie ohne Information und Schutz der Konsumenten weiter zu verbreiten. Aber die Industrie hörte nicht auf ihn. Sie wollte ihr Produkt „Mobiltelefon“ vermarkten, und Dr. Carlos Forschungsergebnisse störten dabei. Also wurden diese Ergebnisse totgeschwiegen. Dr. Carlo wurde diskreditiert und unter Druck gesetzt, wie er selber im Film „Der Handykrieg“ berichtet.

Heute wissen wir mehr. Die von Dr. Carlos Forscherteams gefundene funktionelle Schädigung der Erbsubstanz durch Handystrahlung ist inzwischen (vor allem durch die europäische REFLEX-Studie)auch hinsichtlich der Chromosomenstrangbrüche mehrfach bestätigt worden. Damit kann das erhöhte Hirntumorrisiko begründet werden, das in den neuen Studien mit langer Beobachtungszeit regelmässig gefunden wird (Prof. Dr. M. Kundi im Film „Der Handykrieg“).

Die Bürgerwelle Schweiz veröffentlicht jetzt eine von ihr verbesserte deutsche Übersetzung des Briefes von Dr. Carlo sowie nochmals den englischsprachigen Originalbrief. Aus Dokumenten wie diesem Brief müsste unsere Gesellschaft die Lehre ziehen: Frühwarner sollen ernst genommen werden!

die deutsche Übersetzung des Briefes von Dr. Carlo als pdf-Datei

die englische Originalfassung des Briefes von Dr. Carlo als pdf-Datei


Hier folgt der Brief von Dr. Carlo in der verbesserten Übersetzung:


Wireless Technology Research LLC
1711 N. Street, NW, Suite 400, Washington DC 20036-2811
(202) 785 3939 telephone , (202) 785-3940 facsimile
wtr(at)hrmgroup.org e-mail

7 October 1999

Mr. C. Michael Armstrong
Chairman and Chief Executive Officer
AT & T Corporation
32 Avenue of the Americas
New York, New York 100313-2412

Sehr geehrter Mr. Armstrong

Nach langem Nachdenken schreibe ich diesen Brief an Sie persönlich mit der Bitte um Unterstützung bei der Bewältigung von etwas, das ich für ein sich abzeichnendes, ernstes Problem im Zusammenhang mit Mobiltelefonen halte. Ich schreibe diesen Brief im Interesse der über 80 Millionen Mobiltelefonbenutzer in den USA und der mehr als 200 Millionen Benutzer auf der ganzen Welt. Aber ich schreibe diesen Brief auch im Interesse Ihrer Industrie, die einen bedeutenden Anteil an unserer sozialen und wirtschaftlichen Infrastruktur hat.

Seit 1993 bin ich zuständig für das Überwachungs- und Forschungsprogramm von WTR, welches von der Mobilfunkindustrie finanziert wird. Es war immer das Ziel von WTR, jegliche Gesundheitsprobleme, welche durch die Verwendung von Mobiltelefonen für den Konsumenten entstehen könnten, zu erkennen und zu lösen. Im vergangenen Februar traf ich anlässlich der Jahrestagung der CTIA [The Wireless Association] den gesamten Vorstand dieser Organisation, um ihn über einige überraschende Ergebnisse unserer Forschungen zu unterrichten. Ich erinnere mich nicht, ob auch Sie anwesend waren, aber ich glaube, es waren alle Sparten dieser Industrie vertreten.

Bei dieser Sitzung erläuterte ich, dass die Studien, welche unter Aufsicht von WTR in vortrefflicher Weise durchgeführt wurden, nahe legten, dass das Problem der Sicherheit von Mobiltelefonen unübersichtlich geworden war.

Insbesondere berichtete ich über folgendes:

  • Die Todesrate infolge Gehirntumor war unter Mobiltelefonbenutzern höher als die Todesrate jener Benutzer, die ihre Telefone nicht direkt am Kopf hatten.

  • Das Risiko eines Akusticusneurinoms, einem gutartigen Tumor des Gehörnervs, welcher innerhalb des engeren Strahlungsbereiches der Telefonantenne liegt, war bei Menschen, welche angaben, seit sechs Jahren oder länger Mobiltelefone zu benützen, um 50 % höher. Ausserdem schien die Beziehung zwischen der Häufigkeit der Handynutzung und diesem Tumor einer Dosis-Wirkungs-Kurve zu folgen.

  • Das Risiko von seltenen neuroepithelialen Tumoren an der Aussenseite des Gehirns war mehr als doppelt so gross – ein statistisch signifikant erhöhtes Risiko – bei Benutzern eines Mobiltelefons im Vergleich zu Nichtbenutzern.

  • Ein gewisser Zusammenhang zwischen Gehirntumoren auf der rechten Kopfseite und der Verwendung des Telefons an der rechten Kopfseite schien gegeben.

  • Laborstudien zur Untersuchung der Fähigkeit der Mobiltelefonstrahlung, funktionelle genetische Schäden hervorzurufen, waren eindeutig positiv und folgten einer Dosis-Wirkungs-Kurve.

Ich wies auch darauf hin, dass zwar unsere Gesamtuntersuchungen bezüglich Auftreten von Gehirntumoren auf keinen Zusammenhang mit der Verwendung von Mobiltelefonen schliessen liessen, dass aber die weitaus meisten der untersuchten Tumore auch gar nicht innerhalb des engeren Strahlungsbereichs eines Mobiltelefons entstanden waren. Eben wegen dieses Abstandes musste das negative Ergebnis in Frage gestellt werden. Eine Fehleinschätzung der Strahlungsexposition würde tendenziell jeglichen vorhandenen Effekt verwischen. Ausserdem berichtete ich, dass unsere Studien über genetische Schäden, die wir durchführten, um herauszufinden, inwieweit die von diesen Telefonen ausgehende Strahlung DNA-Brüche hervorrufen kann, zwar negativ waren, dass jedoch die gefundenen funktionalen Schäden an der DNA bedeutsamer sein könnten und möglicherweise auf ein Problem hinweisen, welches nicht von DNA-Brüchen abhängt. Diese Ungereimtheiten galt es zu klären. Ich berichtete, dass, obwohl keine dieser Erkenntnisse für sich allein ein Beweis für eine tatsächliche Gesundheitsgefährdung durch Mobiltelefone war, das Muster potentieller Auswirkungen auf die Gesundheit, wie sie in unterschiedlichen Studien unterschiedlicher Labors, von unterschiedlichen Forschern durchgeführt, zu Tage traten, sehr wohl ernste Fragen aufwarfen.

Anschliessend an meine Präsentation gab es Wortmeldungen von Anwesenden, man müsse „geeignete Schritte unternehmen, um diesen Erkenntnissen nachzugehen“, und die nötigen finanziellen Mittel müssten zur Verfügung gestellt werden.

Als ich von Ihnen mit dieser Aufgabe betraut wurde, verpflichtete ich mich für einen Zeitraum von fünf Jahren. Dann wurde ich gebeten, die Aufgabe auch noch für ein sechstes Jahr zu übernehmen, und ich war einverstanden. Nunmehr ist meine Funktionsperiode zu Ende. Meine Präsentation vor Ihnen und dem Vorstand der CTIA im Februar stellte nicht den Versuch dar, meine Funktion bei WTR zu verlängern. Ebensowenig wollte ich die Funktion von WTR selbst verlängern. Ich hatte nur meine Pflicht erfüllt, Ihnen unsere Erkenntnisse mitzuteilen und darauf hinzuweisen, was als Folge unserer Forschungsergebnisse zu tun sei. Das habe ich ausdrücklich klargestellt, sowohl in meiner Präsentation als auch in vielen nachfolgenden Gesprächen mit Repräsentanten Ihrer Industrie und der Medien.

Heute bin ich nun äusserst frustriert und betroffen darüber, dass die Mobilfunkindustrie keinerlei Schritte zum Schutz der Konsumenten in dieser Zeit der Ungewissheit bezüglich Sicherheit unternommen hat. Die Schritte, die ich meine, ergaben sich speziell aus dem Programm von WTR und wurden immer wieder öffentlich und privat von mir und anderen Experten aus der ganzen Welt empfohlen. Da ich mich nun vom Gebiet der Mobiltelefonie zurückziehe und in anderen Bereichen des Gesundheitswesens tätig sein werde, habe ich die Sorge, dass die Mobilfunkindustrie eine wertvolle Gelegenheit versäumt, indem sie diese Fragen der öffentlichen Gesundheit der Politik überlässt. Dadurch werden Illusionen geweckt, dass weitere Forschung der nächsten paar Jahre den Konsumenten heute schon helfe, und es führt zur Fehlbehauptung, dass das Einhalten von Vorschriften Sicherheit bedeute. Die Mobilfunkindustrie wäre besser beraten, konkrete Massnahmen für einen wirklichen Konsumentenschutz durchzusetzen.

Es gibt alarmierende Hinweise darauf, dass einige Industriesparten die wissenschaftlichen Erkenntnisse bezüglich möglicher Gesundheitsschäden ignorieren; dass sie fortgesetzt fälschlicherweise behaupten, Mobiltelefone seien unschädlich für alle Konsumenten mit Einschluss der Kinder; dass sie die Illusion einer verantwortungsvollen Überprüfung schaffen, indem sie mehr Forschung fordern und unterstützen. Aber die wichtigsten Massnahmen zum Schutz der Konsumenten fehlen: Das Angebot umfassender und ehrlicher Sachinformation, damit die Konsumenten sich ein Urteil über das Risiko bilden können; das direkte Verfolgen und Beobachten, was mit den Nutzern von Mobiltelefonen geschieht; das Überwachen technologischer Veränderungen, die die Gesundheit beeinträchtigen könnten.

Was mir besondere Sorge bereitet, ist, dass ein Teil der Industrie anscheinend versucht, die FCC [Federal Communications Commission], die FDA [Food and Drug Administration] und die Weltgesundheitsorganisation [WHO] auf einen unwirksamen Kurs einzuschwören, der wahrscheinlich einen staatlichen Vorschriften-Leerlauf und eine Gegenreaktion der Konsumenten zur Folge haben wird.

Sie als Vertreter der Industrie werden mit den Auswirkungen der gewählten – richtigen oder falschen – Schritte langfristig zurechtkommen müssen. Kurzfristig aber möchte ich Sie bitten, jetzt bei der Durchführung einer wichtigen Intervention zugunsten der öffentlichen Gesundheit mitzuhelfen.

Die Frage der Sicherheit von Mobiltelefonen ist ungeklärt. Daher ist es aus Sicht des öffentlichen Gesundheitswesens für die Konsumenten äusserst wichtig, die Informationen zu bekommen, die sie benötigen, um sich ein fundiertes Urteil darüber bilden zu können, wieviel sie von dem noch unbekannten Risiko bei der Benutzung von Mobiltelefonen auf sich nehmen wollen.

Die Konsumenten offen und ehrlich darüber zu informieren, was bezüglich Gesundheitsrisiken bekannt oder noch unbekannt ist, hat nichts mit Haftung zu tun; es ist vielmehr der Beweis dafür, dass Ihre Industrie die Verantwortung ergreift und alles nur Mögliche unternimmt, um die sichere Nutzung ihrer Produkte zu gewährleisten. Der Volkszorn, der sich in den USA zur Zeit gegen die Tabakindustrie wendet, ist grossteils auf die Unredlichkeit dieser Industrie zurückzuführen, die bezüglich der gesundheitlichen Auswirkungen nicht ehrlich ist. Ich ersuche Sie dringend, mitzuhelfen, dass Ihre Industrie nicht den gleichen Fehler begeht.

Da wir nun das Unternehmen von WTR abschliessen, möchte ich Sie ganz offen um Ihre Hilfe bei der Verbreitung der durch unsere Arbeit gewonnenen Erkenntnisse ersuchen. Diese letzte Tätigkeit ist das, was schon immer erwartet und im Forschungsprogramm von WTR auch vorgesehen war. Ich bin an eine andere Organisation, der ich angeschlossen bin, nämlich an die Health Risk Management Group (HRMG) mit der Bitte herangetreten, uns bei dieser Öffentlichkeitsarbeit zugunsten der Gesundheit behilflich zu sein und eine Konsumenten-Informationsbroschüre für ein breites Publikum zusammenzustellen. Da weder WTR noch die HRMG über die nötigen Mittel für eine derartige Kampagne verfügen, bitte ich Sie, uns zu helfen, damit wir das Richtige tun können.

Ich würde mich freuen, wenn ich all das mit Ihnen persönlich besprechen könnte.

Hochachtungsvoll


George L. Carlo Ph.D, M.S., J.D
Vorsitzender



Eine unterzeichnete Kopie dieses Briefes wurde auch an ein vom britischen Parlament zum Zweck der Beurteilung wissenschaftlicher und gesundheitlicher Besorgnisse bezüglich der drahtlosen Kommunikation eingesetztes Expertengremium gesandt.


(Dies ist eine von der Bürgerwelle Schweiz überarbeitete Version der deutschen Übersetzung des Briefes von Dr. George Carlo, die auf www.salzburg.gv.at/Petitiondoc.pdf zu finden ist. Das englische Original des Briefes ist dort ebenfalls vorhanden.)


> Zurück zum Inhaltsverzeichnis





Textausschnitte aus dem Dokumentarfilm
„Der Handykrieg“ von Klaus Scheidsteger, ungekürzte Version

diesen Text als pdf-Datei


Ausschnitte aus Aussagen der im Film befragten Wissenschafter zum Gesundheitsrisiko der Benutzung von Mobiltelefonen. – Die ungekürzte Version des Films ist auf DVD erhältlich unter www.buergerwelle.de für die EU-Länder oder www.buergerwelle-schweiz.org für Zustellung innerhalb der Schweiz (Februar 2007).



Dr. George Carlo

ABC-News 1999, TV-Sendung über Dr. Carlo. – Sprecher: „Sechs Jahre nachdem die Handyindustrie 25 Millionen Dollars für ein Forschungsprojekt gab in der Hoffnung, die Ungefährlichkeit der Handys beweisen zu können, kommt Dr. Carlo zu folgender Erkenntnis:“ – Dr. Carlo: „Wir haben uns einem Feld genähert, wo wir nun einige direkte Beweise für mögliche Gesundheitsschäden durch Mobiltelefone haben.“ – Sprecher: „Gegen die Regeln der Industrie erzählt Dr. George Carlo ABC: In den Forschungen, die er begleitete, fand er zwei potentielle Probleme: Genetische Schäden, die eine Vorstufe zu Krebs sein können, und er entdeckte [zwar] kein allgemein erhöhtes Krebsrisiko, aber ein erhöhtes Risiko, an einer seltenen Art von Gehirntumor zu erkranken.“

Film-Interview, Dr. Carlo: „Fast jede bisher durchgeführte Studie zeigt Anzeichen einer Gefahr. Nun, die andere Seite der Medaille ist, dass es keine Untersuchungen an Menschen gibt, die einen schlüssigen Beweis bezüglich der Sicherheit der Handys geben. Auf der epidemiologischen Seite gibt es also Studien, die Probleme oder potentielle Probleme aufzeigen, und Studien, die nicht schlüssig sind. Die Industrie manipuliert die Wissenschaft und vermittelt der Öffentlichkeit, dass diese [nicht schlüssigen] Studien die Sicherheit der Handys beweisen. Das ist wissenschaftlicher Betrug.“

Erstes Wissenschaftskolloquium von 1999 in Long Beach mit den Auftraggebern der Forschung (Videoaufnahme), Dr. Carlo: „Während ich mich mit Leuten von Motorola stritt wegen ungeschützten Systemen und der Art, wie man sie interpretierte, wurde mir klar, die machen nur ihren Job. Und ich tu’ meinen. Und auch wenn wir diskutierten, – all diese wissenschaftlichen Wechselspiele, die wir die letzten fünf Jahre während jedem Meeting und Kolloquium hatten, machten die Wissenschaftler nur ihren Job. – Die Schwierigkeit ist, dass jeder nur seine Arbeit machen will. Und es ist klar, dass die Konsumenten nicht geschützt werden. Und das sagt mir, da ist etwas faul in unserem System. – Die Industrie reagiert auf die Bedürfnisse der Konsumenten. Die Konsumenten wollen diese Technologie. Und wenn sie diese Technologie wollen, die diese Risiken mit sich bringt, macht es dann nicht Sinn, dass sie etwas darüber erfahren?“

Sechs Jahre später im selben Saal des Hotels in Long Beach. Dr. Carlo erinnert sich: „Dies war der Wendepunkt, an dem die Wissenschaft endete und die Politik begann. Bis zu diesem Punkt, bis zu diesem Kolloquium und dieser Präsentation der Forschungsergebnisse hatte sich wirklich alles auf die Wissenschaft fokussiert. Aber ab diesem Zeitpunkt war klar, dass die Industrie genug von Wissenschaft hatte und sich auf die Politik und die Frage fokussierte: Wie können wir die Wissenschaft so verpacken, dass es unseren wirtschaftlichen Interessen nicht schadet, und wie können wir uns von den Leuten distanzieren, die wir finanziert haben? – Es war abzusehen, dass dies passieren würde.“

Zweites Wissenschaftskolloquium vom Juni 1999 in Long Beach, letzter Auftritt Dr. Carlos (Videoaufnahme): „Wir brauchen eine ständige Marktüberwachung von neuen Produkten und deren ständige finanzierte Überprüfung durch die Industrie. Nichts weniger als das wird die Konsumenten beschützen.“

Film-Interview, Dr. Carlo: „Eine Kombination von sechs Jahren Arbeit, über 200 Wissenschafter und Ärzte, die in diese Arbeit involviert waren, mehr als 50 Studien, 28 Millionen investierte Dollars an Ressourcen... Wir gaben der Industrie ehrliche und klare Empfehlungen, und sie haben verdammt noch mal nicht auf uns gehört. Sie haben keine einzige der Empfehlungen befolgt, die die Ergebnisse einer sechs Jahre langen Arbeit waren. Gleichzeitig haben wir diese Empfehlungen in die Welt getragen. Es gab ungefähr 200 Millionen Handynutzer. Und wir machten uns Sorgen um diese 200 Millionen. Deshalb gaben wir die Empfehlungen. Seither gibt es 1.2 Milliarden Menschen mehr auf der Welt, die ein Handy benutzen. Diese Empfehlungen sollten helfen, Probleme vermeiden. Sie waren präventive Interventionen [= vorsorgliche Massnahmen], etwas, das man von einer verantwortungsvollen Industrie erwarten sollte: Ihre Technologien zu überprüfen und zu sehen, ob es Gefahren gibt. Menschen untersuchen, ob sie durch die Nutzung dieser Technologie gesundheitliche Probleme bekommen, und falls ja, eine rote Flagge hissen und Schritte einleiten. – Unglücklicherweise wurde nicht eine einzige Empfehlung berücksichtigt. Und nun haben wir 1,4 Milliarden Menschen in der Welt, die diese Technologie nutzen und nicht wissen, worauf sie sich einlassen.“


Prof. Dr. Franz Adlkofer, Koordinator der europäischen REFLEX-Studie 2000-2004 (Schädigung der Erbsubstanz durch Mobilfunkstrahlung – Zitat: "Seit 40 Jahren gilt die Lehrmeinung, dass elektromagnetische Felder zu schwach sind, um das Erbgut zu verändern. Unsere Ergebnisse haben jetzt das Gegenteil gezeigt.")

Film-Interview, Dr. Carlo: „Die Forschungsergebnisse verdichten sich und zeigen, dass die öffentliche Gesundheit gefährdet ist. Wie gross die Gefahr ist, wissen wir nicht. Aber es sieht nicht gut aus. Vor lauter Rauch, der produziert wurde, kann man die Flamme nicht mehr sehen.“ – Prof. Adlkofer „Solange wir das Verhältnis von durch die Industrie kontrollierter Forschung und unabhängiger Forschung nicht ändern können, sehe ich keine Chance. Es wird noch 10, 15 Jahre so weitergehen. Und wenn wir Pech haben, bei unglücklichen Umständen, dann kann das Problem nicht mehr versteckt werden, weil das Intervall lang genug ist, um zeigen zu können, ob die Gehirntumor-Rate zunimmt oder nicht. Aber was für eine Katastrophe, dass wir mit offenen Augen in ein Feldexperiment gehen, ohne den möglichen Ausgang zu kennen. Ist das nicht eine Katastrophe? Es ist unfassbar!“ – „Wir haben gezeigt, dass hochfrequente Felder die Gene schädigen können, ihre Funktion verändern können. Diese Veränderungen reichen aus, praktisch jede Erkrankung, die beim Menschen auftreten kann, mitzuerklären, ohne dass natürlich der Beweis, dass es so sein wird, vorliegt. Aber die Mechanismen, die elektromagnetische Felder auslösen können, von denen wissen wir heute aufgrund der REFLEX-Daten eine ganze Menge. Es geht nur darum, diese Mechanismen jetzt zu suchen auch in der in-vivo-Situation, also beim lebenden Tier und beim lebenden Menschen. Wenn sie dort ebenfalls auftreten, so wie sie bei uns im Reagenzglas gefunden worden sind, dann haben wir ein riesiges Problem.“



Prof. Dr. Hugo W. Rüdiger, Leiter der Klinischen Abteilung Arbeitsmedizin, Universitätsklinik für Innere Medizin, Wien. Mitarbeit am REFLEX-Forschungsprojekt.

Prof. Rüdiger: „Die Situation erinnert ein bisschen an die Verhältnisse beim Asbest. 1980 ungefähr wurde Asbest bei uns verboten. Wann haben wir den Gipfel der Asbest-bedingten Tumore? 2015 werden wir den haben. Wir sind immer noch auf dem Anstieg. Weil wir Latenzen haben, das heisst Zeiträume zwischen Exposition und dem ‚Gesundheitsereignis Tumor’ zwischen 30, 40 und noch mehr Jahren. Damit muss man rechnen. Und das ist das, was man im Hinterkopf haben muss, wenn man jetzt sagt, nehmen wir doch die Hinweise bei den elektromagnetischen Feldern jetzt ernst, und warten wir nicht noch 40 Jahre, bis wir vielleicht was finden.“



Prof. Dr. Michael Kundi, Institut für Umwelthygiene der Universität Wien

Prof. Kundi: „Sie finden bei Studien, die lange Beobachtungszeiten – lange Latenzzeiten – einschliessen, regelmässig ein erhöhtes Risiko. Es ist nicht dramatisch erhöht, aber es ist so deutlich erhöht, dass wir schon eine gewisse Besorgnis haben, was die Zukunft anlangt.“ – Interviewer: „Und wie geht die Industrie damit um?“ – Prof. Kundi: „Das ist sehr merkwürdig, dass dieses Risiko, genauso wie das früher die Tabakindustrie gemacht hat, vehement geleugnet wird, obwohl alle Untersuchungen, die entsprechende Beobachtungszeiten einschliessen, einen solchen Effekt gezeigt haben.“





> Zurück zum Inhaltsverzeichnis





Wie schädlich sind Handys im Stand-by Betrieb?

     diesen Artikel als pdf-Datei

Zur Schädlichkeit von Handys beim Telefonieren ist ja schon viel bekannt. Weniger aber über die Auswirkungen im Stand-by Betrieb. In der Vergangenheit bin ich bei Einzelgesprächen schon öfters danach gefragt worden. Dieses Wissen sollte aber allgemein bekannt werden, deshalb folgen hier meine Ausführungen.

Es gibt Berichte, dass Menschen Herzprobleme haben, wenn Sie das Handy in der Brusttasche tragen. Andere tragen es am Gürtel oder in der Hosentasche und berichten von einem kribbelnden Gefühl in der Hüfte usw. In Pflanzenversuchen wurde festgestellt, dass die Pflanzen stark beeinträchtigt wurden, bzw. sogar abgestorben sind. Andere wiederum berichten, dass die Kanarienvögel im Käfig verrückt spielen, wenn ein Handy im Stand-by in der Nähe liegt. Wiederum andere Menschen können feststellen, dass sich ein Handy in mehreren Metern Umkreis im Stand-by-Betrieb befindet.

Was könnte die Ursache sein? – Ein Handy im Stand-by-Betrieb antwortet nur alle paar Minuten oder halbe Stunde ganz kurz dem Sender, dass es noch in dessen Empfangsbereich liegt. Allerdings passiert dies viel öfters in fahrenden Autos, Bussen, Bahnen usw., weil der Sender häufig gewechselt wird. – Neben dieser Tätigkeit des Handys ist aber noch etwas, was bisher kaum berücksichtigt wurde, jedoch von grosser Bedeutung ist. Ein Handy erzeugt im Stand-by-Betrieb laufend periodisch gepulste niederfrequente Magnetfelder oberhalb einer Frequenz von 2 kHz, deren kurzzeitige Spitzenflussdichten biologisch relevante Werte annehmen können. Die Pulsfrequenz dieser Magnetfelder liegt, je nach Modell, in der Regel im Bereich von 0,5 und 2 Hz. Warum? Damit die Akkus möglichst lange halten, wird der Mikroprozessor, je nach Hersteller, mehrmals pro Sekunde oder nur einmal innerhalb weniger Sekunden ein- und wieder ausgeschalten. Der Mikroprozessor muss sich dabei immer wieder einschwingen. Es fliesst kurzzeitig ein starker Strom. Dabei werden Magnetfelder erzeugt. Weil nun die Handys meist nah am Körper getragen werden, ist hier dann biologisch gesehen eine sehr hohe Dauerbelastung!

Dass damit auch entsprechende gesundheitliche Auswirkungen verbunden sind, wundert aufgrund dieser Erkenntnisse nicht. So hat Dr. Roger Coghill (Wales) schon 1998 festgestellt, dass sich in der Nähe von GSM-Handys im Stand-by-Betrieb die Lymphozytenaktivität um 32,1% (nach 3 Std.) bzw. 52,2 % (nach 27 Std,) reduziert.

Wenn jemand schon nicht auf sein Handy „verzichten“ kann, weil z.B. sein Chef es verlangt, so sollte man es mindestens ein bis zwei Meter vom Körper wegtun. Die Dauerbelastung im Stand-by-Betrieb ist ein weiteres Argument für ein Handy-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. In Bayern wurde vor kurzem ein Verbot des Handybetriebs in Schulen, allerdings wegen Gewaltszenen, erlassen. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung. Weitere müssen folgen. Damit ist dann zumindest auch die Belastung durch den Stand-by-Betrieb weg. Schon im Stand-by-Betrieb hat ein Handy nicht nur Auswirkungen auf denjenigen, der es trägt, sondern auch auf sein Umfeld. Nur ein ausgeschaltetes oder entsorgtes Handy ist ein unschädliches Handy. Denken Sie daran!

In den nächsten Wochen soll ein Messgerät auf den Markt kommen, mit dem man Handys im Stand-by Betrieb bis ca. zwei Meter Entfernung feststellen kann. Damit kann dann sicherlich die Öffentlichkeit weiter zur Schädlichkeit von Handys sensibilisiert werden. Interessant ist dieses Messgerät z.B. auch für Schulen. An vielen Schulen gibt es ja Handy-Verbote. Mit dem Messgerät kann wirksam ein eingeschaltetes Handy in Schultaschen usw. detektiert werden.

Siegfried Zwerenz

Aus der Mitgliederzeitung der Bürgerwelle e.V. Nr. 2/2006 (Dezember 2006)

 

> Zurück zum Inhaltsverzeichnis

 

 

 


KIND UND HANDY

                                                                        dieser Text als pdf-Datei

Kommentar der Bürgerwelle Schweiz zum nachfolgenden Artikel:

Wo die bisherigen Warnungen vor dem Handygebrauch durch die Kinder im Interesse ihrer langfristigen Gesundheit noch kein klares „NEIN!“ der Eltern dem kindlichen Handywunsch gegenüber bewirken konnten, schafft das jetzt vielleicht die drohende Pornobilder-Überschwemmung. Der Sozialdruck auf die Schulkinder, ein Handy zu haben, ist kein Naturgesetz, dem man sich beugen muss. Und Aufrufe für eine Ausweitung des im Klassenzimmer üblichen Handyverbotes auf das ganze Schulareal können nicht mit dem Hinweis auf die drohenden Reklamationen einzelner „mobiler“ Eltern beiseite gewischt werden. – Die Auseinandersetzung um den Problemkreis „Kind und Handy“ hat indessen eine noch viel grössere Dimension. Letztlich geht es um das Bewusstsein, dass Kindererziehung vor allem auch eine Sache der Selbstdisziplin und Vorbildwirkung der Eltern, Lehrer und anderen Bezugspersonen des Kindes ist, und dass ein unwiderrufliches „NEIN“ zur rechten Zeit mehr wert ist als tausend weitschweifige Erklärungen, die an eine intellektuelle Einsichtsfähigkeit appellieren, welche das Kind zumindest im frühen Schulalter noch gar nicht haben kann.

03.12.06  P. Schlegel

 

 

Marktforscher: Pornos erobern Mobilgeräte

 

Marktforschungsdirektor Bruce Gibson von Jupiter Research geht davon aus, dass Darstellungen nackter Haut und geschlechtlicher Handlungen zunehmend auch Mobilgeräte erobern werden. Nachdem sich die "Erwachseneninhalte"-Industrie bisher schon Medien wie Print, Kino, DVD und Pay-TV angeeignet hat, gebe es keinen Grund, warum sie die Mobilgeräte aussparen werden sollten. Aufgrund dieser Hypothese prognostiziert Jupiter laut Mitteilung ein Anwachsen des weltweiten Markts für Sexualinhalte von 1,6 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr auf 3,3 Milliarden im Jahr 2011 aus.

 

 

In dem gesamten Zeitraum von 2006 bis 2011 würden mit dieser Art Inhalte 14,5 Milliarden US-Dollar Umsatz generiert. Europäische Mobilfunknutzer sollen daran nach den Prognosen 39 Prozent und asiatisch-pazifische 33 Prozent Anteil haben. In der frühen Entwicklungsphase sei der Markt noch von textbasierten Inhalten dominiert worden, mittlerweile würden sie durch Grafiken und Videos verdrängt. 2011 würden 70 Prozent der Umsätze dank zunehmender Verbreitung von Mobilfunktechnik der dritten Generation mit Videos generiert.

 

Gibson hat auch schon ein neues Zielpublikum für den neuen Verbreitungsweg der Erwachseneninhalte vor Augen. Er vermutet darunter vor allem Menschen am "bequemeren und weicheren Ende" des Marktes, da "Mobil" für "Spaß und sofortige Befriedigung" stehe: "Kerle, die sich nach ein paar Bieren in der Kneipe zusammen Videoclips anschauen und Leute mit wenig Zeit, die aber ein bisschen Spaß haben wollen – aber nicht mit Hardcore."

29.11.2006

Quelle:  http://www.heise.de/newsticker/meldung/81763



                                                             > Zurück zum Inhaltsverzeichnis




 


Programmierung/ Hosting: ICSurselva AG, Ilanz