WLAN (WIRELESS-COMPUTERFUNK) UND GESUNDHEIT
WLAN- (Wireless Local Area Network-) Anlagen gewinnen jetzt rasch an Verbreitung. Es scheint so bequem, von überall her in der Wohnung oder im Büro ohne Kabel direkten Zugang ins Internet zu haben. Und die WLAN-Router, mit denen die Verbindung zum Telefon-Festnetz hergestellt wird, sind viel kostengünstiger als eine Kabelinstallation an mehrere Orte hin. Städte setzen ihren Ehrgeiz darein, „elektronische Kommunikations-Pioniere“ zu sein. Universitäten glauben, dasselbe demjenigen, was sie als Fortschritt verstehen, schuldig zu sein. – Der Preis ist eine weitere Erhöhung des allgemeinen elektromagnetischen Strahlungspegels. Alarmzeichen seitens elektrosensibler Personen gibt es, aber noch werden sie allzuoft ignoriert. Die verbreitete Autoritätsgläubigkeit gegenüber demjenigen Teil des Wissenschaftsbetriebes, der die öffentliche Meinung beherrscht, verhindert das Ernstnehmen dieser Alarmzeichen. Es sei ja „nichts bewiesen“. Aber man muss wissen, dass die Beweisschwelle extrem hoch ist. Wir können und müssen nicht warten, bis diese Beweisschwelle (vielleicht) einmal überschritten wird.
Material zu Ihrer Information und zum Weiterverbreiten
- Flugblatt Gesundheitsrisiko WLAN Format A5: Ausdrucken, doppelseitig kopieren, entzweischneiden (ergibt zwei Flugblätter) und weiterverteilen!
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- Kleines Infoblatt Gesundheitsrisiko WLAN Format A4 quer
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- Grosses Infoblatt WLAN Computer-Funkverbindung Tatsachen und Tipps zur Vermeidung oder Verminderung der Strahlung, 2 A4-Seiten
Hier - Infoblatt Ein Beispiel gesundheitlicher Störungen durch WLAN Ein Geschäftsführer hat massive Beschwerden, bis die Ursache in der Suchsignale sendenden WLAN-Funkkarte seines Notebooks gefunden wird
Hier - Zeitungsbericht Warnung vor Elektrosmog in Schulen Die Stadt Frankfurt will kein WLAN in den Schulen
Hier
- Fachartikel WLAN - das drahtlose "Überallnetzwerk" Technik, Strahlungsbelastungen, Handlungsempfehlungen. 11 Seiten
Hier - Buchauszug Strahlend ins Internet: WLAN "Als hätten wir nicht schon genug Funkbelastungen von draussen, ständig zunehmend, kein Ende in Sicht. Oft noch schlimmer..." 4 Seiten
Hier - Erlebnisberichte Die Gefahren von Mobilfunk und Wireless LAN Zwei betroffene Studenten der TU München berichten (sehr lesenswert)
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Mobiles Internet: Mehr Strahlung – mehr Leiden...
Appell an alle Internetnutzer
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Mit massiver Werbung drängt das mobile Internet auf den Markt. Swisscom nennt es Mobile unlimited, Sunrise T@ke Away, Orange Internet everywhere. Was fasziniert und praktisch erscheint, bedeutet jedoch für viele Menschen immer stärkere Gesundheitsprobleme.
Wer sich mit einem internetfähigen Handy oder mit dem Laptop von einem beliebigen Ort aus drahtlos ins Internet einwählt, verursacht einen viel grösseren Datenfluss als mit einem Handygespräch. Das bedeutet, dass die Antennenmasten bei einer mobilen Internetverbindung stärker strahlen als bei einem mobilen Telefongespräch. Ausserdem wird die Kapazität der einzelnen Mobilfunk-Basisstationen viel mehr beansprucht. Immer häufiger wird es vorkommen, dass einzelne Sender ausgelastet und überlastet sind.
Wer mobil ins Internet geht, liefert also den Mobilfunkbetreibern den Bedarfsnachweis für das Aufstellen von immer mehr Antennenmasten noch viel deutlicher als mit Handygesprächen und SMS.
Zwar sind die Betreiber beim Einreichen von Antennen-Baugesuchen rechtlich zu keinem Bedarfsnachweis verpflichtet. Unter dem Schutzschild der bundesrätlichen Verordnung zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) mit ihren viel zu hohen Grenzwerten, die die Bevölkerung ungeschützt lassen, können sie ihre Netze beliebig weiter ausbauen. Aber sie sehen sich doch immer wieder veranlasst, diesen unaufhörlichen Netzausbau zu rechtfertigen, wenn ihnen jeweils entgegengehalten wird, die Netzabdeckung sei doch längst gewährleistet. Schlägt nun das mobile Internet beim Publikum ein und wird es eifrig benützt, so haben die Betreiber ihren Rechtfertigungsgrund. Sie werden argumentieren: Unseren Mobilfunknetzen droht Überlastung! Wir müssen mehr Antennen bauen!
Wie arbeitet das mobile Internet?
Das mobile Internet funkt über die bestehenden GSM- und UMTS-Antennennetze und über öffentliche WLAN Access Points (Hot Spots). Für eine schnellere Datenübertragung wurden der GSM- und der UMTS-Funkstandard mit besonderen Modulationstechniken „frisiert“. Bei GSM heissen die schnelleren Varianten GPRS und EDGE. Noch schneller ist UMTS, und dieses wurde weiter beschleunigt mittels HSDPA, das eine mobile Datenübertragungsrate von bis zu 3.6 Megabit pro Sekunde (typisch 1 MBit/s) erlaubt.
Die 2004 aufgeschalteten UMTS-Netze – zuerst war es vor allem das UMTS-Netz der Swisscom – waren bisher vielerorts erst wenig beansprucht. Das könnte sich jetzt mit einem massiv gesteigerten Datenvolumen der drahtlosen mobilen Internetverbindungen rasant ändern. Bereits in den letzten Monaten konnte bei den Strahlungsmessungen ein deutliches Anwachsen der UMTS-Strahlung beobachtet werden, unter anderem weil jetzt auch Sunrise und Orange ihre (bereits bewilligten, aber oft noch nicht vollzogenen) UMTS-Aufrüstungen bestehender GSM-Antennenmasten nachholen, und weil es immer mehr internetfähige Handys gibt.
UMTS und WLAN sind besonders aggressive Strahlungsarten
Viele elektrosensible Menschen klagen denn auch seit Monaten über nochmals verstärkte Symptome wie zum Beispiel Dauerkopfschmerzen, starke Beinschmerzen, Schwindel, ständige Hochspannung, Unmöglichkeit einen klaren Gedanken zu fassen oder extrem verschlechterte Schlafqualität. Wer auf elektromagnetische Strahlung empfindlich ist und merkt, dass die Ursache für seine Beschwerden in einem nahen UMTS-Mobilfunksender liegt, zieht oftmals weg, sobald er eine strahlungsmässig weniger belastete Wohnung gefunden hat. Weggezogen wird manchmal sogar wegen der WLAN-Anlage eines Nachbarn, der nicht bereit ist, sein WLAN nur tagsüber während des Surfens zu betreiben und es immer eingeschaltet lässt. Viele haben allerdings keine Ahnung, was die Ursache ihres Leidens ist, weil sie weder die Funktechniken noch den von der Strahlung verursachten Symptomkomplex kennen. Erst ein fachkundiger Besuch, zum Beispiel für eine Strahlungsmessung, bringt es an den Tag.
Im Vergleich zu GSM werden die UMTS- und die WLAN-Strahlung von den Betroffenen offensichtlich als noch aggressiver empfunden. Das ist die Beobachtung aller kritischen, messtechnisch arbeitenden Fachleute im In- und Ausland. Bezüglich UMTS, wo es erst ganz wenige wissenschaftliche Studien gibt, wird die Plausibilität dieser Beobachtung gestützt von einer Studie, die bei UMTS im Vergleich zu GSM eine etwa zehnfach erhöhte Schädigung der Erbsubstanz fand. Leider lässt sich die herrschende Wissenschaftsmeinung davon nicht beeindrucken. Wenige Einzelwissenschaftler haben den Mut, sich mit ihren Bedenken öffentlich zu exponieren.
Menschen, die von der unsichtbaren Strahlung nichts spüren, können sich die durch diese Strahlung verursachte Beeinträchtigung der Lebensqualität und die Qual und Verzweiflung besonders stark Betroffener nur schwer vorstellen. Aber die Realität der Strahlungsauswirkungen ist evident. Die Zahl der Betroffenen scheint stetig zuzunehmen. Einbildung kann meist ausgeschlossen werden. Zuerst stellen die Betroffenen neu auftretende oder sich verstärkende Symptome fest; erst hinterher stossen sie auf eine mögliche Ursache, wenn Nachforschungen eine mit dem Beginn der Symptome zeitlich übereinstimmende Inbetriebnahme von UMTS-Antennen, WLAN Access Points oder DECT-Schnurlostelefonen in ihrem täglichen Umfeld ergeben.
Superschneller LTE-Mobilfunk soll Ende 2009 auf den Markt kommen
Die mittels HSDPA frisierten UMTS-Netze genügen in den Augen der Netzbetreiber den Anforderungen an die Datenübertragungsgeschwindigkeit jedoch nicht. Die Betreiber können damit zu wenig Geld verdienen. Der Artikel „Superschneller LTE-Mobilfunk soll Ende 2009 auf den Markt kommen“ (www.areamobile.de) zeigt die Hintergründe und gibt einen Eindruck von dem, was uns bevorsteht. Nachstehend Auszüge aus dem Artikel:
„Weihnachten 2009 wird im Mobilfunk-Internet der Turbo eingeschaltet. «Ende des kommenden Jahres will unser Unternehmen die Vermarktung von LTE beginnen», sagt Toru Otsu, Leiter der NTT Docomo Labs Europe. «Im Labor haben wir damit schon Übertragungsraten bis 220 Megabit pro Sekunde erreicht.» Long Term Evolution (LTE) ist der Nachfolger für UMTS und soll bis Ende 2008 fertig standardisiert werden. Erfolgreiche Vorführungen mit blitzschnellen Übertragungen von HDTV-Filmen und riesigen FTP-Downloads gab es schon auf dem Mobile World Congress im Februar und der CeBIT im März.
In Berlin sitzen seit Mittwoch 250 Branchenvertreter auf dem LTE World Summit zusammen, um die baldige Einführung zu koordinieren. Sie haben es sehr eilig damit. «Das ist die schnellste Entwicklung eine Mobilfunkstandards, die es jemals gab», verkündete Adrian Scrase, Chief Technical Officer des Europäischen Institutes für Telekommunikationsnormen (ETSI) in seiner Rede. Obwohl der Standard noch nicht einmal fertig ist, gibt es bereits Feldversuche in mehreren Städten. (...)
«UMTS hat bisher nicht die Erfolgserwartungen erfüllt. Wir sollten nicht zu lang warten, LTE auf den Markt zu bringen», sagt Klaus-Jürgen Krath, Netzwerkexperte von T-Mobile International. Er geht davon aus, dass es schon in vier Jahren mehr mobile Breitbandnutzer gibt als Kunden mit Festnetz-Internet per DSL, Glasfaser oder Fernsehkabel. Sein Drang zur Eile hat auch handfeste geschäftliche Gründe. (...) Mit LTE können zehnmal mehr Handys an einem Standort mit Breitband-Internet versorgt werden als mit UMTS. In vielen Regionen sind die bestehenden 3G-Netze [=UMTS-Netze] schon oft an ihren Kapazitätsgrenzen, beispielsweise in den USA oder Grossbritannien, wo HSDPA-Dongles für den Laptop der grosse Renner sind.
Krath geht deswegen davon aus, dass UMTS vielleicht schon 2015 abgeschaltet wird. Der Vorgängerstandard GSM könnte dagegen noch bis 2020 im Einsatz bleiben, weil er so erfolgreich ist. GSM wird weltweit auf über drei Milliarden Handys für Sprachtelefonie eingesetzt und ist die Basis für das lukrative Geschäft mit den Telefonminuten, von dem die Mobilfunkunternehmen in den vergangenen Jahren hauptsächlich lebten. Seit aber der Trend zur Flatrate geht, bei der Kunden unbegrenzt für einen Festbetrag telefonieren oder im Internet surfen, müssen sich die Firmen nach neuen Geldquellen umsehen. Zwar hätten sich die übertragenen Datenmengen in den Mobilfunknetzen vervielfacht, sagt Krath, aber mehr Traffic bedeute nicht mehr Einnahmen. Eine Studie des Marktforschers iSuppli hatte schon im April gezeigt, dass die intensivsten Nutzer des mobilen Internet die Besitzer des iPhone sind. Sie zahlen alle per Flatrate. Die Netzbetreiber müssen deswegen ihre Produktionskosten radikal senken, sagt Krath, damit ihre Gewinnspannen nicht völlig aufgefressen werden.
Ein mögliches Mittel dafür ist LTE. «Die Kosten pro Bit sind für die Netzbetreiber vier bis zehnmal geringer als bei HSDPA», erklärt Paul Steinberg, oberster Netzwerkarchitekt von Motorola. «Man kann mehr Traffic über dasselbe Funkspektrum abwickeln.» Dann brauchen die Netzbetreiber auch weniger Sendemasten oder können von den bestehenden Standorten viel mehr Kunden mit mobilem Breitband versorgen. Dafür nehmen sie gern in Kauf, dass LTE vollkommen neue Basisstationen erfordert und Milliarden in die Netze investiert werden müssen. Die riesigen neuen Übertragungsraten verlangen viel mehr Rechenpower von den Basisstationen und wegen der MIMO-Funktechnik müssen mindestens vier Antennen pro Standort installiert werden, wo vorher eine reichte.
Der grösste Kostenfaktor sind aber immer noch die Mieten für die Standorte der Antennen auf Hausdächern oder Kirchtürmen. Deswegen hofft die Branche auf Femtozellen für LTE. Das sind kleine Geräte von der Grösse eines WLAN-Routers, die den Netzbetreibern das Leben extrem erleichtern können. Von integrierten Anbietern wie der Deutschen Telekom, die DSL und Mobilfunk anbieten, bekommen die Kunden einen DSL-Anschluss für zu Hause, den sie aber zur Verfügung stellen müssen. Über LTE verbindet sich nicht nur das eigene Handy mit der privaten Femtozelle, sondern auch die Mobiltelefone von Passanten auf der Strasse können sich einbuchen und darüber telefonieren oder im Internet surfen. Jede Wohnung wird zur Mobilfunk-Basisstation und die Netzbetreiber müssen nicht einmal Miete oder Strom dafür bezahlen. (...)“ (Ende der Zitate)
Diese Meldungen bedeuten düstere Aussichten für die elektrosensiblen Menschen, die einen wachsenden Anteil an der Bevölkerung haben. Und sie nähren die Befürchtungen von Wissenschaftlern, die aus dem bisherigen Trend ein künftiges Anwachsen des Anteils der Elektrosensiblen auf 50% (!) der Bevölkerung bis etwa im Jahr 2017 berechneten.
Ausserdem erzeugen diese Meldungen schwerste Bedenken im Hinblick auf die langfristige Gesundheit der heutigen jungen Generation. Die Kinder und Jugendlichen unserer Zeit müssen in einem von Jahr zu Jahr sich verstärkenden Trommelfeuer der elektromagnetischen Strahlung aller bisherigen und neuen Funkanwendungen aufwachsen.
Wieder soll mit LTE eine neue Funktechnologie auf den Markt geworfen und sogar in die Privatwohnungen hineingestellt werden, ohne dass irgendwelche wissenschaftliche Untersuchungen über die gesundheitlichen Auswirkungen dieser Technologie durchgeführt werden. Niemand sorgt dafür, dass die Vermarktung so lange unterbleibt, bis über deren Gesundheitsrisiko genügende Anhaltspunkte gewonnen sind, von einem Unbedenklichkeitsnachweis ganz zu schweigen.
Appell an alle Internetnutzer
In der Praxis ist es längst evident, dass nicht nur die Strahlungsintensität, sondern vor allem auch die Frequenzbandbreite eines Funkkanals sowie die Modulationsart der Trägerfrequenz (Pulsung der Strahlung; Struktur der Einzelsignale) massgeblich die gesundheitlichen Auswirkungen einer Strahlungsart mitbestimmen. Es gibt auch entsprechende wissenschaftliche Hinweise.
Jeder Funkdienst (GSM, UMTS, DVB, DAB, WLAN, DECT...) hat eine bestimmte Modulationsart, die sich von derjenigen anderer Funkdienste mehr oder weniger stark unterscheidet. Er müsste daher vorgängig seiner Einführung auf sein spezifisches gesundheitliches Risikopotenzial untersucht werden, so jetzt auch LTE. Aber die wissenschaftliche Forschung zur Risikoabklärung hinkt der technischen Entwicklung jeweils um Jahre hintennach. Auch die Behörden reagieren nicht, wenn eine neue Funktechnologie entwickelt wird. Bundesrat und zuständige Bundesämter verstecken sich hinter dem zur Zeit gültigen Grenzwert für die Strahlungsintensität (Antennen) oder bleiben untätig, weil internationale Verträge über die Zulassung und Einfuhr von Endgeräten (Handys, WLAN-Router usw.) bestehen.
Deshalb richtet die Bürgerwelle Schweiz den nachstehenden Appell an alle Internetnutzer. Er bezieht sich auf
die mobile Arbeit im Internet unterwegs über die GSM- und UMTS-Netze der Mobilfunkbetreiber und über öffentliche WLAN Hot Spots.
Einrichten und Nutzung privater bzw. betriebseigener WLAN-Anlagen in Wohnungen, Büros, Schulen, Heimen, Kongresszentren, Hotels usw.
Verzichten Sie darauf, drahtlos und mobil ins Internet zu gehen! Verbinden Sie Ihren Computer statt dessen wo immer möglich über ein Netzwerkkabel mit dem Internet-Zugang über das Festnetz! Gewiss nehmen Sie dadurch Einschränkungen auf sich. Aber: Wenn Sie selber drahtlose Internetverbindungen über GSM, UMTS oder WLAN regelmässig während längerer Zeit nutzen, erhöhen Sie das langfristige Risiko der Gefährdung Ihrer eigenen Gesundheit. Halten Sie sich vor Augen, dass wegen Ihrer mobilen Arbeit im Internet über GSM und UMTS während jeder Ihrer drahtlosen Internetverbindungen elektrosensible Anwohner desjenigen Antennenmastes, über den diese Verbindung läuft, verstärkte Beschwerden erleiden. Ausserdem liefern Sie dem Mobilfunkbetreiber das Argument für das Aufstellen von weiteren Sendemasten. WLAN Access Points (Router) können in derselben Wohnung und in der unmittelbaren Nachbarschaft bei elektrosensiblen Personen Beschwerden verursachen und gefährden auf die Dauer die Gesundheit der in diesem Bereich lebenden Personen. Dies gilt nicht nur während der drahtlosen Internetarbeit, sondern vor allem auch im Standby-Betrieb der WLAN-Anlage. Sogar das Bundesamt für Gesundheit BAG empfiehlt, WLAN nur während des Gebrauchs einzuschalten, nennt aber einen Sicherheitsabstand zum WLAN-Router von bloss 1 Meter, was fahrlässig gering ist.
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Le Parisien, 14. Mai 2008
WLAN beunruhigt die Bibliotheken
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VORSORGEPRINZIP. Ein Angestellter der Bibliothek Sainte-Geneviève hat gestern sein „Recht auf Fernbleiben“ geltend gemacht und wartet darauf, dass Massnahmen getroffen werden.
Befürchtungen begründet oder nicht? Das kann zur Zeit noch nicht entschieden werden, aber seit gestern hat die Besorgnis über die potentiellen Gefahren von WLAN um eine Stufe zugenommen. Ein Angestellter der Bibliothek Sainte-Geneviève (V.) hat sein „Recht auf Fernbleiben“ geltend gemacht, dies aufgrund „heftiger Symptome“, deren Ursache er in der anhaltenden Exposition durch elektromagnetische Felder infolge WLAN an seinem Arbeitsplatz sieht. Im Klartext: Der Mann verweigert die Wiederaufnahme seiner Arbeit, solange die Intensität der Strahlung nicht gemessen worden sei. Ausserdem verlangt er den Ersatz der WLAN-Anlage durch herkömmliche Internet-Zugänge.
„Ich bin völlig überrascht. Diese Person hatte uns gegenüber nie ein Unwohlsein signalisiert“, versichert Yves Peyré, Direktor der prestigeträchtigen Einrichtung an der Place du Panthéon.
Die Debatte über WLAN hatte sich in Sainte-Geneviève vor einigen Monaten entfacht. Hierauf wurde ein Sender deaktiviert und zwei andere wurden versetzt. „Wir befinden uns wirklich in einem Dilemma“, vertraut uns der Direktor an. „Einerseits zeigen sich gewisse Angestellte beunruhigt. Andererseits verlangen unsere Benutzer (täglich 1700; die Redaktion), dass WLAN weiter ausgebaut wird.“
Im nächsten Monat soll das Komitee für Hygiene und Sicherheit (CHSCT) von Sainte-Geneviève konsultiert werden, und auch die Strahlung soll bald gemessen werden.
Dies ist nicht das erste Mal, dass das drahtlose Internet in einer Pariser Bibliothek in Frage gestellt wird. Im Dezember hatte es die Pariser Stadtverwaltung in vier Institutionen abgeschaltet, wo Bibliothekare sich über Kopfschmerzen und Schwindel beklagten. Im vergangenen Monat hat die Französische Nationalbibliothek angekündigt, dass sie ein Kabelnetz für den schnellen Internetzugang einrichten werde.
Nach mittlerweile fünf Monaten hat die Pariser Stadtverwaltung die betroffenen Bibliotheken noch nicht wieder angeschlossen.
„Seither hat uns das Personal keine Probleme mehr berichtet“, verlautet seitens der Gewerkschaft Supap. Hingegen hätten Beamte in drei anderen Institutionen Symptome bekundet, nämlich in Beaugrenelle (XV.), Fessart (XIX.) und Goutte-d'Or (XVIII.).
Marie-Anne Gairaud
Brief an den Arbeitgeber (Leiter der interuniversitären und öffentlichen Bibliothek Sainte-Geneviève, Place du Panthéon, Paris V.) in Anwendung des „Rechts auf Fernbleiben“, wie es Ende 2007 in gewissen Bibliotheken in Paris praktiziert wurde
Paris, 12. Mai 2008
An Monsieur Yves Peyré, Direktor der Bibliothek Sainte-Geneviève (75005 Paris
An Madame Florence Leleu, Vizedirektorin
Madame, Monsieur,
Mit dem vorliegenden Schreiben informiere ich Sie über die Anwendung des Droit de Retrait [Recht auf Fernbleiben bei Gefährdung am Arbeitsplatz] ab Dienstag 13. Mai 2008 aus Anlass der nachstehend beschriebenen Situation, die eine Gefahr für meine Gesundheit darstellt.
Seit Monaten (nach vierjähriger Berufsausübung) muss ich an meinem Arbeitsort heftige, miteinander im Zusammenhang stehende Symptome beklagen, wie sie bei anhaltender Exposition durch elektromagnetische Felder infolge WLAN und anderer Quellen beschrieben werden: Kopfschmerzen, Gleichgewichtsstörungen, allgemeine Schwächung, Stress, Augenbeschwerden...
Angesichts dieser Situation, die so nicht andauern kann, ersuche ich um die Durchführung von Strahlungsmessungen an verschiedenen Orten der Räumlichkeiten für einen Vergleich mit den zulässigen Grenzwerten, damit die vom Personal (und zugleich von den Benutzern der Bibliothek) eingegangenen Risiken bekannt werden. Dabei ist in Betracht zu ziehen:
In der Bibliothek Sainte-Geneviève befinden sich (während des Semesterbetriebes an der Universität) über 700 Benutzer, die oftmals eingeschaltete Mobiltelefone mit sich führen;
Eine wachsende Zahl dieser Benutzer betreibt Laptop-Computer mit WLAN;
Die Arbeitstische sind mit rund 180 Energiesparlampen beleuchtet, die stark strahlen (die Studenten sitzen mit dem Kopf oft nur wenige Zentimeter davon entfernt, während es doch empfohlen ist, Abstand zu halten);
Vorgeschichte: Zwischen der Installation im Januar 2007 und der Entfernung vom Februar 2008 war einer der WLAN Access Points einige Zentimeter vom Lagerpersonal entfernt auf Körperhöhe in räumlich eingeschlossener Umgebung (Reflexionen) platziert; der zweite unmittelbar neben der Aufsichtsperson, 4 bis 6 Stunden am Tag; der dritte ca. 1 m vom Einschreibebüro entfernt;
Mehrere WLAN-Netzwerke überziehen die Umgebung (dasjenige des Bürgermeisteramtes des V. Arrondissements gerade gegenüber; dasjenige der Universität Paris II Panthéon-Assas unmittelbar nebenan; dasjenige der Bibliothek Cujas anschliessend, und sicher noch andere, weiter entfernte Netze;
Das Personal arbeitet ständig an einem oder mehreren PC-Bildschirmen (2 beim Eingang, 3 bei der Passerelle);
In der Nähe befinden sich Mobilfunkantennen, wovon mindestens eine zum Gebäude hin gerichtet ist.
Es musste zu diesem letzten Mittel der Ausübung des „Rechts auf Fernbleiben“ gegriffen werden, nachdem bisher nichts darüber entschieden worden ist, wie der seit Ende 2007 bemängelten Situation begegnet werden könnte; einer Situation, die einen Teil des Personals (worunter einige Personen an Kopfschmerzen und ungewöhnlicher Müdigkeit am Arbeitsplatz leiden) veranlasst hatte, eine PETITION GEGEN WLAN-ANLAGEN zu verfassen.
Mit dem Abschalten der WLAN-Anlagen würde das Vorsorgeprinzip respektiert, dies in Übereinstimmung mit neusten unabhängigen Studien, die deren schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit feststellen.
Ausserdem gibt es in der BSG im Multimedia-Saal, der gänzlich den elektronischen Mitteln gewidmet ist, sehr wohl kabelgebundene Alternativen mit besserer Leistung, als sie WLAN bietet.
Genehmigen Sie, Madame, Monsieur, den Ausdruck meiner vorzüglichen Hochachtung
Gabriel Fondet,
Département des Services au Public
Au SICD Sainte-Geneviève – Université Paris III Sorbonne Nouvelle
Quelle: http://www.next-up.org/Newsoftheworld/WifiParis.php#3
Übersetzung durch Bürgerwelle Schweiz, Mai 2008
www.buergerwelle-schweiz.org
Die Bibliothèque nationale de France verzichtet auf WLAN
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PRESSEMITTEILUNG
Paris, 3. April 2008
Dieses Projekt, das ursprünglich vorsah, dass eine private Gesellschaft im Gegenzug für die kostenlose Installation eines WLAN-Netzes einen Teil des Quartiers um Tolbiac herum hätte versorgen können, wurde angefochten durch die Sektion der BNF (Bibliothèque nationale de France, französische Nationalbibliothek) des Gewerkschaftsbundes FSU (Fédération Syndicale Unitaire) sowie durch andere Gewerkschaftssektionen.
Die Gewerkschaften, die sich von den gesundheitlichen Auswirkungen von WLAN und der elektromagnetischen Strahlung allgemein überzeugt hatten, stützten sich auf eine amerikanische Studie von Lee et al., die genotoxische Effekte bei 2450 MHz (Frequenz von WLAN) zeigt, ferner auf den von 14 internationalen Wissenschaftlern verfassten BioInitiative Report, der eine Revision der Grenzwerte für die Exposition gegenüber elektromagnetischer Strahlung fordert, sowie auf eine Studie der Universität Clermont-Ferrand.
Die Gewerkschaften stützten sich überdies auf den Entscheid des CHS (Comité Hygiène et Sécurité) der Direktion für kulturelle Angelegenheiten der Stadt Paris, das auf Ersuchen der Pariser Gewerkschaft Supap-FSU in den Pariser Bibliotheken ein WLAN-Moratorium beschloss.
Der Entscheid der BNF ist eine Première und zeigt, dass die Verkabelung eine glaubwürdige Alternative zu WLAN ist. Eine solche Verkabelung wurde auch der Stadt Paris vorgeschlagen durch den Supap-FSU und die Vereinigungen „Priartem“ und „Agir pour l'environnement“. Die BNF setzt diesen Vorschlag auf die Tagesordnung.
Ausserdem haben die Mitarbeiter der Bibliothek Sainte Geneviève (Paris 5ème) eine Petition verfasst, mit welcher die Abschaltung der bereits installierten WLAN-Zugänge und deren Ersatz durch eine Verkabelung gefordert wurde. Es sei angemerkt, dass die Bibliothek Sainte Geneviève mit öffentlichen Internet-Anschlüssen ausgerüstet ist.
Das CHS der Universität Censier-Sorbonne nouvelle (Paris 5ème) hat die Abschaltung des neben einem Arbeitsplatz installierten WLAN Access Points angeordnet. Der Arzt dieser Instanz hat eine Weiterbeobachtung der gefährdeten Mitarbeiter gefordert.
Die Gewerkschaften FSU-BNF und Supap-FSU fordern die Verantwortlichen in Politik, Universitäten und Kultur auf, den massiven und systematischen Einsatz von WLAN zu überdenken und statt dessen die Verkabelung einzuführen. Sie verlangen ausserdem eine Diskussion über Sinn und Zweck solcher Technologien in Universitätsbibliotheken, öffentlichen Bibliotheken und Kulturgütersammlungen.
Les syndicats de la Fédération syndicale unitaire :
Section FSU de la Bibliothèque nationale de France : Jean-François Besançon 01 53 79 49 04
fsubnf@gmail.com
Supap-FSU : Bertrand Pieri 01 44 70 12 80 (82)
Übersetzung durch Bürgerwelle Schweiz
12.04.08
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Aufklärung über Elektrosmog in Schulen
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Stellungnahme der Landesregierung Steiermark (Auszug):
Mit Beschluss des Ausschusses für Bildung vom 9. Oktober 2007 wurde die Steiermärkische Landesregierung ersucht, eine Stellungnahme zum Antrag Einl.Zahl 1578/1 abzugeben. In diesem Landtagsantrag wird die Steiermärkische Landesregierung aufgefordert,
in Pflichtschulen über die von elektromagnetischen HF-Feldern (Handys, DECT-Schnurlostelefone, WLAN, Bluetooth etc.) ausgehenden Gefahren für die langfristige Gesundheit zu informieren,
dafür Sorge zu tragen, dass bei Schulkindern eine verstärkte kritische Aufklärungsarbeit und Anleitung zum selbstverantwortungsvollen Umgang mit dem Handy geleistet wird,
eine Position zur Verwendung von WLAN in Schulen zu erarbeiten und dem Landtag mitzuteilen, und
im Rahmen der Infomationspolitik die Verhaltensempfehlungen der Österreichischen Ärztekammer und den INFO-Folder des Kinderbüros Steiermark zu verwenden.
Schnurlostelefone nach dem herkömmlichen Standard senden ständig eine gepulste Mikrowellenstrahlung aus. Der Mobilteil führt zu einer hohen Strahlenbelastung des Kopfes. Drahtlose Computernetzwerke nach dem WLAN-Standard senden ebenfalls eine gepulste Mikrowellenstrahlung aus. Die Nutzer und ihre Umgebung sind über die Sendeantenne des Notebooks aus nächster Nähe einer weiteren beträchtlichen Strahlenexposition ausgesetzt. Demgemäß wird vom regelmäßigen Gebrauch von Schnurlostelefonen und den angeführten Computernetzwerken abgeraten.
Von der starken Mikrowellenstrahlung der Mobiltelefone (GSM, UMTS, etc.) ist nicht nur der Nutzer, sondern auch das Umfeld betroffen. Sie sollten daher nur für wichtige dringende Gespräche verwendet und auch im Standby-Modus nicht am Körper getragen werden.
Weiters ist auf die Gemeinden einzuwirken – und dies geschieht auch schon seit geraumer Zeit – im Nahbereich von Schulgebäuden die Errichtung von Mobilfunksendeanlagen und WLAN-Sendern nicht bzw. nur nach zufriedenstellenden Messergebnissen zuzulassen.
Beschluss der Steiermärkischen Landesregierung vom 14. Jänner 2008
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WLAN: Paris schaltet ab - Schweiz baut aus
Drahtloser Internet-Zugang WLAN: Trotz Gesundheitsrisiken greifen Behörden in der Schweiz nicht ein
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K-Tipp Nr. 5 vom 12. März 2008
Seit das WLAN-Netz in Paris abgeschaltet ist, sind gesundheitliche Probleme von Nutzern verschwunden. In der Schweiz hingegen wird in Schulen, Hotels und auf öffentlichen Plätzen munter weiter WLAN installiert.
«Kopfschmerzen und Schwindel, Sehstörungen und Schlaflosigkeit waren meine Begleiter», erinnert sich Isabelle Gracy, Abteilungsleiterin in einer Pariser Bibliothek. Die Beschwerden begannen, nachdem ein Drahtlos-Netzwerk (WLAN) für den Internet-Zugang installiert worden war, sagt Isabelle Gracy dem K-Tipp.
Ein Funk-Sender und -Empfänger (Access Point) befand sich nur drei Meter von ihrem Bürotisch entfernt, in der Nähe standen verschiedene Computer. Mit Gracy klagten 40 von 100 Beschäftigten in vier öffentlichen Bibliotheken nach der Einrichtung von WLAN über ähnliche Symptome. Brigitte Malgrange zum Beispiel wurde so schwer krank, dass sie mehrere Monate ausfiel.
Ist der Grenzwert streng genug?
Erst auf Druck der Gewerkschaft Supap schalteten die Behörden die Netze wieder ab. Prompt verschwanden bei allen Betroffenen die Beschwerden. «Ich fühle mich wieder völlig gesund», sagt Gracy. Inzwischen arbeitet die Gesundheitsbehörde Afsset an einer Studie über WLAN. Bis die Ergebnisse vorliegen, gilt in öffentlichen Gebäuden von Frankreichs Hauptstadt ein WLAN-Stopp.
Die Kontroverse wurde in der Schweiz kaum wahrgenommen. Und so breitet sich die Technologie hier weiter aus, obwohl viele Menschen grosse Bedenken anmelden. Besonders beliebt sind die Drahtlos- Netzwerke an Schulen (siehe K-Tipp 10/07).
Die Verantwortlichen sehen meist kein Problem, denn die elektromagnetische Strahlung von WLAN liegt im Schnitt unter dem Grenzwert von 6 Volt pro Meter (V/m). Ob er streng genug ist, ist aber umstritten. Die Organisation Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz fordert einen Grenzwert von 0,6 V/m.
Uwe Dinger von der Umweltorganisation zum Schutz vor Funkstrahlung (Diagnose Funk) warnt vor WLAN an Schulen: «Kinder und Jugendliche könnten auf die hochfrequente elektromagnetische Funkstrahlung besonders empfindlich reagieren.»
Dinger beruft sich auf Studien, die auf einen kumulativen Effekt schliessen lassen. Das heisst: Auch meine schwache Strahlung summiert sich langfristig zu einer hohen Strahlendosis. Beunruhigend ist für Dinger weiter, dass bei WLAN die Pulsung von 10 Hertz im Frequenzbereich der Gehirnwellen liegt. Dies und die hohe Strahlendosis könnten die Gesundheit beeinträchtigen. Die Politiker des bayrischen Landtages haben nun den Schulen nahegelegt, auf drahtlose Netzwerke zu verzichten. Noch keine klare Stellung bezieht der Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH). Präsident Beat W. Zemp erklärt nur: «Solange nicht nachgewiesen ist, dass WLAN gesundheitlich unbedenklich ist, mahnen wir zur Vorsicht.»
WLAN in Schulen: Eltern entscheiden mit
Der Entscheid für oder gegen WLAN liegt letztlich bei den Schulbehörden. Zu den Befürwortern gehören Basel und Luzern, die sämtliche Primarschulhäuser mit WLAN ausgerüstet haben. «Die Lehrer sind aber angewiesen, Laptops wöchentlich maximal vier Stunden einzusetzen und bei Nichtgebrauch die WLAN-Sender auszuschalten», sagt Klaus Schürmann, Verantwortlicher für die Schulentwicklung in Luzern.
● Bern setzt weiterhin auf Verkabelung. «Beim Entscheid gegen WLAN spielte der Widerstand vieler Eltern eine entscheidende Rolle», verrät Irene Hänsenberger, Leiterin des Schulamtes.
● Ähnlich läufts in Zürich: «In jedem Schulhaus gibt es Eltern und Lehrer, die die drahtlose Technologie nicht akzeptieren», begründet Andi Hess, Leiter der Abteilung Lehren und Lernen der Stadt Zürich, die Zurückhaltung. Zudem sei WLAN wegen der höheren Betriebskosten längerfristig die teurere Lösung.
● Hans-Andrea Thöny, Informatik- Koordinator der städtischen Schulen in St.Gallen, sagt: «Wir wollen die Schüler vor allfälligen Risiken schützen.» Deshalb seien die Unterrichtszimmer verkabelt. Es gibt für WLAN allerdings ein Hintertürchen: Lehrkräfte dürfen kurzfristig für 1 bis 2 Lektionen mit den Schülern über mobile Funksender ins Internet.
Bei Nichtgebrauch WLAN ausschalten
Ein «Spiel mit dem Feuer» nennt Dinger von Diagnose-Funk den WLAN-Boom. «Auf den Schutz der Volksgesundheit wird nicht weiter Rücksicht genommen.»
Selbst Strahlungsexperte Gregor Dürrenberger von der Forschungsstiftung Mobilfunk, die von Telecom- Betreibern und Handy-Herstellern finanziert wird, muss einräumen: «Über die Langzeitwirkung von sehr schwachen Feldern wissen wir wissenschaftlich sehr wenig.» Genau deshalb empfiehlt die Wissenschaftsdirektion des EU-Parlaments bei Langzeitbelastung als Grenzwert 0,19 V/m.
Wenig zur Risikodiskussion rund um WLAN trägt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bei. Es erachtet den bestehenden Grenzwert als streng genug. Nur zur «persönlichen Vorsorge» sollten die WLAN-Netze bei Nichtgebrauch ausgeschaltet werden. Diesen Rat erteilt das BAG aber erst, seit die deutsche Regierung eindringlich empfohlen hat: Kabelverbindungen bevorzugen.
Pirmin Schilliger
WLAN – eine von vielen Elektrosmog-Quellen
Der Grenzwert für hochfrequente elektromagnetische Strahlung beträgt 6 Volt pro Meter (V/m). Weil WLAN-Sender im «Normalbetrieb » weit darunter bleiben, sind sie nicht bewilligungspflichtig. [Kommentar Bürgerwelle-Schweiz: Dies ist nicht der Grund. WLAN ist lizenzfrei und untersteht – wie alle beweglichen Einzelgeräte - der Grenzwert-Regelung gemäss Verordnung des Bundes (NISV) nicht.] Jeder kann sich folglich in seiner Wohnung ein WLAN-Netz einrichten. Der Grenzwert wird aber regelmässig überschritten, wenn die Distanz zwischen der Funknetzwerkkarte im Computer und dem Körper gering und der Datenverkehr gross ist (siehe K-Tipp 9/07). Die Höchstbelastung entsteht beim Verschicken grosser Datenmengen. Um sich vor den Strahlen zu schützen, sollte man beim Senden von E-Mails beachten: Je geringer der Abstand des Nutzers zum Computer, desto stärker die Strahlung. Im Abstand von 50 cm kann WLAN noch mit 2,5 bis 3,5 Volt pro Meter strahlen.
Städte und Hotels setzen auf WLAN
WLAN-Netze verbreiten sich rasant, so zum Beispiel flächendeckend in den Innenstädten von St. Gallen und Luzern. Zu den Anbietern der Technologie gehören auch viele Restaurants. Bei McDonald’s etwa können die Gäste 30 Minuten gratis via WLAN auf dem mitgebrachten Laptop surfen.
Geradezu selbstverständlich ist der Internetzugang in Vier- und Fünfsternhotels – über WLAN oder Kabel. «Mögliche negative Auswirkungen von WLAN sind bei unseren Mitgliedern bis anhin kein Thema», gibt Hotelleriesuisse-Sprecherin Nora Fehr zu.
Also wird in den besten Häusern gleich doppelt vernetzt: Wer etwa im «Bellevue Palace» in Bern, im «Victoria-Jungfrau» in Interlaken, im Luzerner «Palace» oder im «Eden au Lac» in Zürich logiert, kann sich in allen Zimmern via WLAN oder Kabel ins Netz einloggen.
Buchtipp
Alles Wichtige zu WLAN und Strahlung erfahren Sie im Buch «Gesundheitsrisiko Elektrosmog». Bestellen können Sie den Gesundheitstipp-Ratgeber unter Tel. 044 253 90 70 oder im Internet unter www.gesundheitstipp.ch.
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PCtipp 13.02.2008 / SA
SBB: WLAN zwischen Zürich und Bern
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WLAN breitet sich aus und zieht ab 1. April 2008 auch SBB-Kunden in seinen Bann. Vorerst ist das Angebot jedoch begrenzt: auf die erste Klasse der Strecke Zürich-Bern.
Langsam aber sicher scheint «Internet everywhere» tatsächlich seinen Lauf zu nehmen. Nachdem WLAN künftig (derzeit gratis) am gesamten Limmatquai präsent sein soll, setzen die Schweizer Bundesbahnen nun auch auf diesen Zug. Unterstützung kommt dabei seitens der Swisscom, welche sich das Millionen kosten lässt.
Vorerst jedoch werden nur 75 Wagons der ersten Klasse der Strecke Bern-Zürich mit WLAN (Download von bis zu 3,6 Mbit pro Sekunde) gerüstet. Ab 1. April sollen Kunden daher bequem, ähnlich wie bei einem fixen Hotspot, ins Netz können. Bezüglich des Preises will man sich bis dahin noch nicht in die Karten schauen lassen.
www.pctipp.ch/news/kommunikation/42302/sbb_wlan_zwischen_zuerich_und_bern.html
Kommentar der Bürgerwelle Schweiz:
WLAN-Strahlung erweist sich jetzt in der Praxis als eine der aggressivsten Hochfrequenz-Strahlungsarten. Immer mehr elektrosensible Personen berichten von Schlafstörungen und starken Beschwerden, wenn in Nachbarwohnungen WLAN-Router eingeschaltet sind.
Die besonders hohe Aggressivität der WLAN-Strahlung könnte damit zusammenhängen, dass WLAN Access Points (Hot Spots; Router) durchgehend 10 Impulse pro Sekunde (10 Hertz) aussenden. Die Frequenz der Alpha-Gehirnwellen beträgt 8 bis 12 Hertz. Nimmt man demnach einen direkten Einfluss der mit 10 Hertz gepulsten WLAN-Strahlung auf die Gehirntätigkeit an, so ist die besondere Aggressivität der WLAN-Strahlung erklärbar.
Diese Hypothese wird gestützt durch Erfahrungen von 2007 in Oberammergau (Bayern): Nach einer Umrüstung von GSM-Mobilfunksendern stiegen die spontanen Beschwerden zahlreicher Anwohner massiv und sprunghaft an. Untersuchungen ergaben, dass die GSM-Strahlung dieser Sender nach der Umrüstung nun auch mit 8,34 Hertz gepulst war (Synchronisations-Signal). Die Pulsfrequenz von 8,34 Hertz liegt ebenfalls innerhalb der Alpha-Gehirnwellenfrequenz von 8 bis 12 Hertz.
Für elektrosensible Personen ist das Reisen im Zug schon bisher beschwerlich, dies wegen der in gewissen Bahnwagen installierten Mobilfunk-Repeater-Antennen sowie wegen der Mobiltelefone der Mitreisenden und der entlang der Bahnstrecke aufgereihten Antennenmasten. Wenn nun noch WLAN-Access Points in den Bahnwagen dazu kommen, so bedeutet dieses SBB-Angebot für viele Elektrosensible, dass sie auf das Zugfahren unter Umständen überhaupt verzichten müssen. Vorderhand gilt dies zumindest in den Wagen 1. Klasse auf der Strecke Zürich-Bern.
19.02.08
www.buergerwelle-schweiz.org
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PCtipp 04.02.2008 / SA
Am Limmatquai gratis ins Internet
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Schweizer Strassenlaternen spenden ab sofort nicht nur Licht, sondern auch Funksignale. Via WLAN kann man am Zürcher Limmatquai teilweise gratis ins Internet. Vielleicht wird bald die ganze Stadt vernetzt.
Auf der Bahnhofbrücke und vom Central bis zur Rudolf-Brun-Brücke lässt es sich via WLAN ab heute gratis im www surfen. Die Firma «The Public Network» (TPN) hats möglich gemacht und will auf diese Art am liebsten gleich die ganze Stadt unter Funk setzen. Für die nächste Zeit hat sich das Unternehmen jedoch nur den ganzen Limmatquai vorgenommen. Dabei wird das WLAN-Netzwerk nicht auffallen, denn die Sender stecken kaum sichtbar in der Strassenbeleuchtung.
Das schweizweit erste WLAN-Stadtnetz ist im Juni 2005 übrigens in Luzern an den Start gegangen. Auch dabei ist «The Public Network» federführend (in Kooperation mit ewl).
Kommentar der Bürgerwelle Schweiz:
Von wirtschaftlich interessierter Seite sowie seitens der Behörden wird oft argumentiert, die abgestrahlte Funkleistung von WLAN-Sendern (Access Points, Hot Spots) sei wesentlich niedriger als diejenige von Mobilfunkantennen und Schnurlostelefonen. WLAN-Strahlung trage deshalb kaum zur allgemeinen Erhöhung des Strahlungspegels bei, stelle also (erst recht) kein Gesundheitsrisiko dar.
Es ist richtig, dass die WLAN-Strahlungsleistung relativ gering ist. Für Aussenanwendungen beträgt sie im Frequenzband 2.4 Gigahertz maximal 100 Milliwatt, im Frequenzband 5 Gigahertz maximal 1 Watt = 1000 Milliwatt (bei automatischer Regelung der abgestrahlten Leistung). Eine GSM-Mikro-Mobilfunkantenne ist mit maximal 6 Watt abgestrahlter Leistung deutlich stärker.
Aber die Wirkung gepulster elektromagnetischer Strahlung auf den menschlichen Organismus ist nicht nur von der Strahlungsintensität, sondern auch von der Art der Modulation (Pulsung) abhängig. Die WLAN-Strahlung hat sich in der relativ kurzen Praxis bereits als eine besonders aggressive Strahlungsart erwiesen. Elektrosensiblen Menschen verursacht sie schon bei äusserst geringen Strahlungswerten Beschwerden. Dies hängt möglicherweise mit der 10 Hertz-Pulsung der WLAN-Access Points zusammen, die in den Bereich der Alpha-Gehirnwellenfrequenz des menschlichen Gehirns von 8 bis 12 Hertz fällt. WLAN-Strahlung wirkt daher vermutlich direkt auf das Zentralnervensystem ein.
19.02.08
www.buergerwelle-schweiz.org
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GESUNDHEITSBEDENKEN
Pariser Bibliotheken schalten Drahtlos-Netze ab
Etliche Mitarbeiter hatten über körperliche Beschwerden geklagt. Nun wurden die WLANs vieler öffentlicher Bibliotheken in Paris vorsorglich abgeschaltet. Ob und wann die Netze wieder online gehen, ist unklar.
Paris – Insgesamt sollen 40 von 100 Mitarbeitern über Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Übel- und Müdigkeit geklagt haben, berichtet die Zeitung "20 minutes". Die Beschwerden seien aufgetreten, nachdem in den jeweiligen Bibliotheken Drahtlos-Netzwerke installiert wurden. Deshalb habe sich die Stadt entschlossen, die Netze abgeschaltet zu lassen, bis genauere Studien vorlägen.
Die Beschwerden waren im Rahmen der Sitzung eines Ausschusses für Sicherheit und Gesundheit von Gewerkschaftsvertretern vorgetragen worden. Man müsse "die Sorgen der Mitarbeiter ernst nehmen", sagte der Kulturbeauftragte der Stadt, Christophe Girard, der Zeitung. Dabei sei es unerheblich, ob es "psychologische oder andere Gründe" für die Klagen der Beschäftigten gebe.
Umweltschützer verlangten für alle Bibliotheken und Museen der Stadt ein Moratorium beim Aufbau der sogenannten WLAN-Netze, bis mögliche Gesundheitsgefahren geklärt seien. Die Organisationen Priartem und Agir hatten vor einigen Monaten schon einen WLAN-Stopp für Schulen gefordert. Das Umweltministerium hat schon vor einiger Zeit die französische Gesundheitsbehörde Afsset mit einer Studie über die Strahlenbelastung durch WLAN- und andere Drahtlosnetze beauftragt.
Die aktuellen Diskussionen verhageln den Stadtvätern einen ehrgeizigen Plan, die französische Hauptstadt durch weitreichende Drahtlosenetze zur "digitalen Stadt" aufzurüsten. Bis Ende des Jahres ist der Aufbau von insgesamt 400 kostenlosen Hotspots im Stadtgebiet geplant. Die nun abgeschalteten Computernetze in vier Pariser Bibliotheken sind ein Teil dieses Plans.
Ob der angesichts des immer heftigeren Gegenwinds nun weiterhin so ehrgeizig wie bisher vorangetrieben wird, ist fraglich. Schließlich hat auch die französische Télécom Vorbehalte gegen das "Paris Wi-Fi" [Anm. Bürgerwelle Schweiz: Im französischen und angelsächsischen Sprachbereich ist Wi-Fi gleichbedeutend mit WLAN]. Sie will vor Gericht gegen das kostenlose Angebot vorgehen, weil sie der Ansicht ist, dass die Stadt damit rechtswidrig in den Telekommunikationsmarkt eingreift.
mak/afp
SPIEGEL ONLINE - 06. Dezember 2007, 12:03
URL: http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,521763,00.html
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The Courier, 22. Mai 2007
Strahlenwarnung vor Schulcomputern
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Von Graeme Strachan
Ein weltbekannter Experte auf dem Gebiet der Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern und Mikrowellenstrahlung warnte, dass drahtlose Computernetzwerke das Leben der Schüler gefährden. Professor Olle Johansson sprach diese Warnung aus, nachdem bekannt wurde, dass es in Schulen von Tayside und Fife WLAN-Anlagen gibt. Gemäss einer Untersuchung im Rahmen der Sendereihe „Panorama“ von BBC können solche Anlagen stärker strahlen als ein durchschnittlicher Mobilfunkmast. Professor Olle Johansson hatte dort ausgesagt, man habe manche Effekte infolge niedriger Strahlung wie zum Beispiel Chromosomenschäden festgestellt. In seinem gestrigen Exklusiv-Interview aus Stockholm mit dem Courier äusserte Professor Johansson, Schüler riskierten bei der Benutzung von WLAN Veränderungen in Zellen, Gewebe und Organen ihres Körpers.
Professor Johansson hat mehr als 20 Jahre Erfahrung. Er war der erste Wissenschafter, der die menschliche Sensitivität auf Mobilfunkstrahlung untersuchte, als Mitte der Neunzigerjahre entsprechende Nebenwirkungen bekannt wurden. Ausserdem erschien er als Experte vor dem Petitionsausschuss des Schottischen Parlaments sowie an Veranstaltungen in Aberdeenshire und Perth zum Thema der potenziellen Risiken, die mit der Exposition gegenüber Mobiltelefonen und Sendemasten verbunden sind.
„Wenn solche Diskussionen in der Gesellschaft aufkommen, dann sind die Forderungen nach Beweisen immer ganz unterschiedlich, je nachdem, ob sie aus der Sichtweise der Journalisten, Gesetze, Lehrer, Eltern oder Schüler geäussert werden.“, sagte er. „Oft hört man von sogenannt sicheren Grenzwerten, aber diese stammen nur von blossen Empfehlungen basierend auf Erwärmung. Viele verstecken sich hinter diesen Grenzwerten und behaupten, es gebe keinen Grund zur Beunruhigung. Aber wenn man während langer Zeit andauernd einer Mikrowellenstrahlung ausgesetzt ist, so kann dies zur Abnützung des zellulären Schutzschildes der Haut führen. Und selbst eine sehr kurzfristige Exposition gegenüber niedrigintensiver Strahlung kann Veränderungen in Molekülen, Zellen, Gewebe und Organen verursachen, weil WLAN-Geräte oft direkt mit dem Körper und vor allem mit der Haut als ausgedehntestem Organ in Kontakt stehen.“
Wie wir im gestrigen Courier berichteten, war die von BBC gemessene WLAN-Strahlung in einer der Schulen bis zu dreimal stärker als die Strahlung eines Mobilfunksendemastes – aber 600-mal schwächer als der Grenzwert der Regierung.
„Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) behauptet, schwache Langzeitstrahlung sei nicht gesundheitsschädlich, aber es gibt eine grosse Zahl von Studien, welche besagen, dass menschliche Körperzellen und Tiere bereits auf einem sehr niedrigen Strahlungsniveau, wo es noch keine Erwärmung gibt, geschädigt werden“, sagte Professor Johansson.
„Die Behauptung überrascht mich“, fuhr er fort, „es sei für die Schulbildung von Nutzen, WLAN-Laptops zu gebrauchen. Der einzige Nutzen eines Laptops oder von WLAN ist der, dass jemand eine Menge Geld daran verdient. Mehr als 40% der Internet-Surfzeit werden darauf verwendet, nackte Frauen zu betrachten – ist das ein Bildungsnutzen?“, fuhr Professor Johansson fort. „Betrachten Sie doch die wirklichen Bedürfnisse im Lichte der kürzlichen Diskussionen über die mit dem Gebrauch von Laptops oder WLAN zusammenhängenden Gesundheitsrisiken. Einstein, Shakespeare – hätten sie es mit WLAN besser machen können?“ Und er fügte hinzu: „Ich habe noch nie einen Lehrer getroffen, der sagte, wenn er WLAN hätte, so wären seine Schüler Spitze. Im Gegenteil, die Lehrer sagen, Computer seien unnötige Dinger, die die Gedanken ihrer Schüler zerstreuten, statt dass sich die Schüler auf das Wesentliche konzentrierten.“
„Panorama“ berichtete von der Regierungsempfehlung, wonach Mobilfunksendemasten nicht ohne Absprache neben Schulen errichtet werden sollen, weil man annimmt, dass Kinder empfindlicher auf Hochfrequenzstrahlung reagieren als Erwachsene. Aber 70% der Oberstufen- und fast die Hälfte der Unterstufenschulen hätten bereits WLAN. Von den durch „Panorama“ kontaktierten 50 Schulen gab nur eine einzige an, sie sei über mögliche Gesundheitsrisiken informiert worden. Einigen von ihnen wurde erklärt, es gebe keine solche Risiken.
Auch Professor Sir William Stewart – führender Wissenschaftler aus Dundee, ehemaliger Vorsitzender des Tayside University Hospital Trust und heutiger Leiter des Gesundheitsamtes – trat in der „Panorama“-Sendung auf. Er sagte: „Ich glaube, die WLAN-Angelegenheit und anderes muss überprüft werden. Und ich denke, es ist an der Zeit, das jetzt zu tun.“
Die Behörde von Fife sagte, WLAN in Schulen sei unbedenklich. George Robertson, Leiter der Infrastrukturdienste, gab an, dass weniger als 10 Schulen auf dem Gebiet von Fife eine begrenzte WLAN-Kapazität hätten. „WLAN in Schulen ist etwas, was wir ausbauen möchten“, meinte er. „Die in Europa und Grossbritannien verwendeten Geräte arbeiten mit niedrigerer Leistung als diejenigen in den USA und alles spricht dafür, dass es kein Risiko gibt. Unsere Information ist also, dass mit WLAN kein Gesundheitsrisiko verbunden ist, aber wenn „Panorama“ jetzt neue Hinweise gefunden hat, so werden wir das natürlich sofort untersuchen und mit dem Lieferanten unserer Ausrüstungen Kontakt aufnehmen.“
Die Behörden von Perth und Kinross sagten, sie hätten noch keine Gelegenheit gehabt, sich die Sendung anzuschauen und könnten deshalb zu den darin vorkommenden Aussagen keinen Kommentar geben.
Ein Sprecher von Angus sagte: „Wir machen gegenwärtig Versuche mit WLAN in zwei Abteilungen der Monifieth High School und werden zu gegebener Zeit entscheiden, ob dies auch auf andere Schulen in Angus ausgedehnt wird. Wir richten uns immer nach den Industrievorschriften und der üblichen Praxis. Aber wir werden auch die aktuellen Informationen und Forschungsergebnisse über WLAN berücksichtigen.“
Die Behörde der Stadt Dundee bestätigte, dass es in Schulen WLAN-Netzwerke gebe, aber deren Zahl sei abnehmend, und sie würden nur in 'besonderen Situationen' benützt.
04.07.07
Übersetzung des englischen Originalartikels durch Bürgerwelle Schweiz.
Quelle: www.thecourier.co.uk/output/2007/05/22/newsstory9746647t0.asp
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ST. GALLER TAGBLATT, 15. April 2007
Bedenkenlos drahtlos?
Elektrosmog durch WLAN-Router: Meinungen über eine Beeinträchtigung der Gesundheit gehen auseinander
St. Gallen. Damit das kostenlose Drahtlos-Netz «Wireless St. Gallen» funktioniert, sollten Router ständig in Betrieb sein. Über Auswirkungen ihrer elektromagnetischen Strahlung ist man geteilter Ansicht.
SARAH GERTEIS
«Lassen Sie den WLAN-Router ständig eingeschaltet», heisst es im Handbuch von «Wireless St. Gallen» unter dem Kapitel «Tipps». Der Dauerbetrieb ist nötig, damit das Gratis-Drahtlos-Netz möglichst vielen Benutzern offensteht. Denn die WLAN- Router empfangen nicht nur Internetsignale, sie leiten diese auch in andere Stuben und Büros weiter, dienen also quasi als Antenne. «Wenn Sie Ihren WLAN-Router ausschalten, reissen Sie ein Loch ins Wireless-St. Gallen-Netz, das eventuell nicht von den WLAN-Routern in Ihrer Umgebung überbrückt werden kann», heisst es im Handbuch weiter.
«Nicht ausreichend erforscht»
Der 24-Stunden-Betrieb eines elektronischen Geräts, das Daten nicht nur empfängt, sondern auch sendet, ist nicht allen ganz geheuer. Dabei geht es nicht um den Stromverbrauch und die damit verbundenen Kosten. Diese belaufen sich laut «Wireless St. Gallen» auf etwa 7,6 Rappen pro Woche. Vielmehr besteht eine Unsicherheit bezüglich der elektromagnetischen Strahlung, des sogenannten Elektrosmogs, was auch ein Blick ins Forum von «Wireless St. Gallen» bestätigt.
Der Verein «Wireless St. Gallen» nimmt sich des Themas deshalb auf seiner Homepage an. «Das Risiko elektromagnetischer Strahlung ist heute nicht ausreichend erforscht, um hierzu eine sinnvolle Aussage machen zu können», schreibt der Verein. «Wir wissen jedoch, dass das Risiko, das von WLANs ausgehen dürfte, als recht gering einzuschätzen ist.» Die Sendeleistung sei im Normalfall zehnmal kleiner als diejenige eines Handys. Zudem halte man sich den WLAN-Router nicht ans Ohr.
Diese Meinung wird vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) geteilt. «Gemäss heutigem Kenntnisstand und aufgrund der geringen Sendeleistung der WLAN- Router sind keine gesundheitlichen Auswirkungen der elektromagnetischen Felder zu erwarten», erklärt Angela Scalese, Kommunikationsbeauftragte des BAG. Jedoch sei ein vorsorglicher Umgang mit den Routern sinnvoll, da über die Langzeitauswirkungen von schwachen elektromagnetischen Feldern Unsicherheiten bestünden. Das BAG rät deshalb, den Router mindestens einen Meter entfernt von Arbeits-, Ruhe-, Schlaf- oder Spielplätzen zu installieren. Und in einem BAG-Merkblatt heisst es, dass wegen der «körpernahen Anwendung» bei Laptops das WLAN nur dann eingeschaltet werden soll, wenn es gebraucht wird.
«Nicht dramatisieren»
Daniel Stricker von der Fachstelle Umwelt und Energie der Stadt St. Gallen weiss um die Unsicherheit wegen der elektromagnetischen Strahlung der WLAN-Router. Generell gesehen führe der Dauerbetrieb zu einer Elektrosmog-Mehrbelastung, so Stricker. Aber: «Man darf die Mehrbelastung nicht dramatisieren.» Diese sei im Vergleich zur bestehenden Belastung durch Mobilfunk, Radio und Fernsehen und vor allem zu digitalen Schnurlostelefonen sehr gering, wenn der WLAN-Router nicht im Schlafzimmer, sondern an einem Ort wie Küche oder Arbeitszimmer aufgestellt wird.
«Nicht verantwortbar»
Solche Massnahmen sind für Peter Schlegel von der Bürgerwelle Schweiz, die sich für den Schutz vor Elektrosmog einsetzt, ungenügend. «Vom WLAN-Router geht zwar keine sehr starke, aber eine erfahrungsgemäss besonders aggressive Strahlung aus», sagt Schlegel. Einen Meter Schutzabstand bezeichnet er als absolut ungenügend. Auch diese Strahlung gehe durch Wände. Seine These: WLAN-Router hätten ein Stand-by-Signal, dessen Pulsung im Frequenzbereich der Alpha-Gehirnwellen liege und so direkt in das zentrale Nervensystem eingreife, mit Folgen für die organischen und hormonellen Funktionen. «WLAN-Strahlung kann für sensible Menschen zur allnächtlichen Folter werden», sagt Schlegel. Er kann nicht verstehen, dass die Stadt den 24-Stunden-Betrieb von «Wireless St. Gallen» unterstützt. «Was die Stadt da macht, ist aus der Sicht des Gesundheitsschutzes nicht verantwortbar.»
Bayerischer Landtag rät Schulen von WLAN ab
diese Meldung als pdf-Datei
Die bayerischen Schulen sollen nach einer Empfehlung des Landtags auf drahtlose Internet-Netzwerke (WLAN) verzichten. Der Bildungsausschuss des Landtags appellierte an Schulen, stattdessen auf kabelgebundene Netzwerke zurückzugreifen. Dadurch sollen mögliche, durch Strahlung bedingte Gesundheitsgefahren ausgeschlossen werden, so die Begründung.
Hintergrund der Empfehlung sind die Erkenntnisse einer zurückliegenden Mobilfunk-Anhörung im Landtag, wonach es nicht sinnvoll sei, die Kinder und Jugendlichen den Strahlenbelastungen durch WLAN auszusetzen. So seien die Fragen nach altersabhängiger Energieaufnahme und Energieverteilung im kindlichen Kopf noch nicht befriedigend beantwortet, hieß es in der Anhörung.
Unnötiges Risiko vermeiden
Abgeordnete aller Fraktionen betonten, es gelte mögliche Schäden in einer frühen Lebensphase unbedingt zu vermeiden. Deshalb müsse die Reduzierung der Strahlenbelastung in den Klassenräumen Priorität haben. Damit schlossen sich die Parlamentarier weitgehend der Argumentation des Bundesamts für Strahlenschutz an, das in der Mobilfunk-Anhörung diese Argumente vertreten hatte.
Kein verbindlicher Beschluss
Der Bildungsausschuss des Landtags dagegen konnte sich lediglich zu einer Empfehlung zum Thema WLAN an Schulen durchringen. Der Grund: Bei einer Anordnung, auf mobile Netzwerke zu verzichten, müsste der Freistaat für anfallende Kosten aufkommen - etwa für das Verlegen von Kabeln. Nun haben jeweils die "Sachaufwandsträger" das letzte Wort. Die Schulen also entscheiden, ob auf WLAN verzichtet werden soll.
Bayerischer Rundfunk
www.br-online.de/umwelt-gesundheit/artikel/0703/22-wlan-in-schulen/index.xml
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WLAN: Gesundheitsrisiko „klein“...?
Kritische Stellungnahme der Bürgerwelle Schweiz
zum Bericht BAG/BAKOM/BAFU
„Risikopotenzial von drahtlosen Netzwerken“ vom Januar 2007
mit Medienmitteilung vom 16.März 2007
Ausgangslage
Der Antagonismus von Praxiserfahrungen und Wissenschaftsmeinung beherrscht die gesamte aktuelle Mobilfunkdiskussion. Die vorliegende Stellungnahme ist vor dem Hintergrund dieses Antagonismus zu sehen. Dieser kann folgendermassen charakterisiert werden:
In der Praxis ist die Existenz empfindlicher („elektrosensibler“) Personen , die unter Mobilfunkstrahlungsexposition (GSM, UMTS, DECT, WLAN...) üblicher Feldstärken spontane Beschwerden haben, absolut evident. Man kann von einer in zahllosen Einzelfällen geprüften und dadurch erhärteten Erfahrungstatsache sprechen. Ausserdem wird eine Auslösung oder beschleunigte Entwicklung veranlagter Krankheiten beobachtet, dies oft unabhängig von der Existenz einer „Elektrosensibilität“. Manchmal wird auch die Psyche der Betroffenen in Mitleidenschaft gezogen, was angesichts der ständigen Beschwerden nicht verwundert.
Die öffentlich herrschende Wissenschaftsmeinung betrachtet sowohl die Existenz elektrosensibler Personen als auch eine Gesundheitsschädlichkeit niedrigintensiver (nicht thermisch wirkender) elektromagnetischer Strahlung als (noch) nicht erwiesen. Diese Meinung basiert auf der Anwendung sehr strenger Beweiskriterieni, bei deren Einhaltung der Beweis für den Schutz der Bevölkerung – wenn überhaupt je – immer zu spät erbracht werden wird. Ausserdem versucht vor allem auch die WHO, „selbstdeklarierte“ Elektrosensibilität als ein von der Psychiatrie zu behandelndes Phänomen zu erklären. – Diese herrschende Wissenschaftsmeinung wird indessen von mehreren unabhängigen, anerkannten Forschern nicht geteilt. Aufgrund eigener und fremder Forschung unterstützen sie die in der Praxis gewonnene Evidenz der Schädlichkeit der Strahlung.
Widersprüche in Bericht und Medienmitteilung BAG/BAKOM/BAFU
Selbst einem nicht fachkundigen, unvoreingenommenen Leser von Bericht und Medienmitteilung müssen folgende eklatanten Widersprüche ins Auge springen:
Einerseits wird zugestanden, dass
es Hinweise auf nichtthermische (biologische) Auswirkungen der Strahlung auch unterhalb der geltenden Grenzwerte gibt;
bisher keine Studien über gesundheitliche Auswirkungen der WLAN-Strahlung existieren;
Fragen offen sind bezüglich Elektrosensibilität und einer besonderen Empfindlichkeit von Kindern,
und es wird vorausgesagt, dass die (auf 2010 zu erwartenden) Ergebnisse des Nationalen Forschungsprogramms NFP 57 zur Verbesserung des Kenntnisstandes beitragen werden.
Andererseits wird verkündet, dass
die WLAN-Strahlung „relativ schwach“ sei, so dass das Gesundheitsrisiko auch für Kinder als klein eingestuft werden könne, und dass
nach „aktuellem Wissensstand“ kein Regelungsbedarf bestehe.
Zu diesen offensichtlichen Widersprüchen ist folgendes zu sagen:
Dass die WLAN-Strahlung „schwach“ sei, wird abgeleitet aus der Tatsache, dass ihre Intensität nur einen kleinen Bruchteil des Immissionsgrenzwertes von 61 V/m ausmacht. Dieser Immissionsgrenzwert gilt jedoch für die kumulierte Hochfrequenzstrahlung aller Quellen inklusive WLAN an beliebigen Orten. Ausserdem schützt er definitionsgemäss nur vor den thermischen Wirkungen. Er ist unter allen vorkommenden Praxisbedingungen im Alltag sowieso immer eingehalten.
Der 10-mal tiefere Anlagegrenzwert, der sinngemäss für WLAN-Anlagen eher angewendet werden könnte, gilt nur für ortsfeste Sender, also z.B. für Mobilfunk-Basisstationen („Antennen“). Er gilt nicht für die zwar viel leistungsschwächeren, aber auch viel näher beim Anwender sich befindlichen Einzelgeräte wie Handys, DECT-Telefone oder WLAN-Installationen. Für Einzelgeräte gibt es keine gesetzlich bindenden Grenzwerte.
Im Nahbereich eines WLAN Access Points (Router) oder an einem mit WLAN-Strahlung sendenden Computer ist man sehr wohl WLAN-Strahlungsintensitäten in einer Grössenordnung ausgesetzt, wie sie in Gebäuden infolge der Einstrahlung naher GSM-/ UMTS-Mobilfunkantennen vorkommt.
Aus diesen drei Punkten ergibt sich zwingend, dass WLAN-Strahlung nicht schwach ist; andernfalls wäre jegliche Strahlung aus irgendwelchen anderen Quellen, die den Anlagegrenzwert einhalten müssen, ebenfalls „schwach“, und es bestünde nirgendwo Regelungsbedarf
Unzutreffende Aussagen und Lücken im BAG/BAKOM/BAFU-Bericht
Die Motive, die hinter diesem Bericht stehen, können beurteilt werden anhand der Frage: Was ist im Bericht falsch, ungenau oder tendenziös dargestellt, und was wird verschwiegen? Dazu seien die folgenden Punkte genannt („fett“ die Behauptung im Bericht):
„Es besteht kein Zusammenhang zwischen Handybenutzung und Hirntumor.“
Dies ist falsch. Richtig ist: Es gibt Studien, die keinen Zusammenhang fanden (negativ), und Studien, die sehr wohl ein erhöhtes Tumorrisiko fanden (positiv). Wer nur die negativen Studien anerkennt, zeigt damit, dass er eine Schädlichkeit der Handystrahlung nicht wahrhaben will. – Prof. M. Kundi, Universität Wien, im Dokumentarfilm „Der Handykrieg“: „Sie finden bei Studien, die lange Beobachtungszeiten – lange Latenzzeiten – einschliessen, regelmässig ein erhöhtes Risiko.“
„Der Einfluss von Mobilfunkantennenstrahlung auf die Anwohner ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen.“ Dies entspricht nicht dem wahren Sachverhalt. Richtig ist: Es gibt erst wenige Studien im Umfeld von Antennen. Die Studie von Hutter et al. (2006)ii zeigt einen signifikanten Zusammenhang von Beschwerden der Anwohner mit der Strahlungsintensität infolge GSM-Mobilfunk in ihren Schlafzimmern, wobei die Probanden nach dem Zufallsprinzip aus dem Telefonbuch herausgesucht wurden, also die Durchschnittsbevölkerung repräsentieren. Diese Studie ist „peer reviewed“ (= von Experten des Herausgebers geprüft) in einer konservativen wissenschaftlichen Zeitschrift publiziert worden. – Andere Studien, die auch Zusammenhänge zeigen, sind nicht „peer reviewed“, kommen aber ebenfalls zu eindeutigen Ergebnissen. – Bezüglich der Schweizer UMTS-Nachfolgestudie von 2006 bestehen erhebliche Zweifel an ihrer wissenschaftlichen Unabhängigkeit und an der Repräsentativität der Gruppe der „elektrosensiblen“ Probanden. Sie widerlegt keinesfalls die holländische UMTS-Studie, die sogar bei nichtsensiblen Probanden Beschwerden infolge UMTS-Strahlung gefunden hatte.
Verschwiegen wird im Bericht, dass Mobilfunkstrahlung heute eindeutig als gentoxisch (= die Erbsubstanz schädigend) eingestuft werden muss. Die neuste Aussage von Prof. F. Adlkofer, Koordinator des europäischen REFLEX-Forschungsprojektes über Gentoxizität 2000-2004, wonach "... die bei GSM beobachtete gentoxische Wirkung durch UMTS bei weitem übertroffen wird"iii, ist noch alarmierender.
Die jahrelange, umfangreiche Praxiserfahrung mit der Schädlichkeit vor allem der niederfrequent gepulsten elektromagnetischen Strahlung (GSM, DECT, WLAN, UMTS, DAB...), die jetzt auch zu kritischen Erklärungen und Forderungen von Ärzten führtiv, v, wird im Bericht gänzlich ignoriert. – Der Verfasser der vorliegenden Stellungnahme kann aufgrund seiner Beobachtungs- und Messerfahrung bei Betroffenen bezeugen, dass die WLAN-Strahlung z.B. in Mehrfamilienhäusern immer mehr eine wesentliche Ursache von Beschwerden wird, wie es die DECT-Schnurlostelefone bereits seit einigen Jahren sind. Der Einfluss einer WLAN-Anlage kann für empfindliche Personen z.B. bis ins übernächste Geschoss reichen. Die Betroffenen stellen eine besondere Aggressivität der WLAN-Strahlung fest. Es besteht die Hypothese, dass diese empfundene Aggressivität durch die 10 Hertz-Pulsung des Access Points im Standby-Betrieb verursacht wird, die im Bereich der Alpha-Gehirnwellen (8-12 Hertz) liegt und deshalb direkt auf das Zentralnervensystem einwirkt.
Die Empfehlungen der Bundesämter zum Umgang mit WLAN
Immerhin sehen sich die Bundesämter doch zu Empfehlungen für einen strahlungsarmen Umgang mit drahtlosen Netzwerken veranlasst.
Die Empfehlung, WLAN bei Nichtgebrauch abzuschalten, ist korrekt. Sie ist wichtig, weil bisher in der Praxis die WLAN Access Points meist rund um die Uhr in Betrieb sind. In der Bevölkerung ist diesbezüglich kein Bewusstsein vorhanden. Dieses fehlende Bewusstsein rührt jedoch vor allem davon her, dass staatlicherseits immer verbreitet wird, bei Strahlungsimmissionen unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte bestehe kein Anlass zur Sorge.
Die Empfehlung, vom Access Point zu den Arbeits- Aufenthalts-, Spiel- oder Ruheplätzen bloss 1 Meter Abstand einzuhalten, ist geradezu als fahrlässig zu bezeichnen.
Insgesamt genügen die Empfehlungen den Anforderungen eines verantwortungsvollen Gesundheitsschutzes nicht. Vor allem fehlt auch der Hinweis, dass z.B. in Schulen, Heimen und Krankenhäusern keine WLAN-Anlagen installiert werden sollten.
Abschliessende Bewertung des BAG/BAKOM/BAFU-Berichtes und der Medienmitteilung vom 16.03.07
Widersprüchlichkeit, unzutreffende Aussagen und Weglassung von Fakten, Nichtberücksichtigung der umfangreichen Praxiserfahrungen sowie ungenügende Empfehlungen zum Umgang mit der WLAN-Technik führen zur Frage, ob das Motiv dieses Berichtes und der Pressemitteilung eher in der Verfolgung wirtschaftspolitischer Zwecke liegt. Dem Schutz der Gesundheit dienen sie jedenfalls nur ganz ungenügend.
Die Hauptwirkung dieser Veröffentlichung des Bundes wird nicht die Sensibilisierung der Bevölkerung für den eigenen Gesundheitsschutz sein. Vielmehr wird mit dieser Verharmlosung erreicht, dass die weitere Verbreitung der WLAN-Technik nicht wesentlich behindert wird. Offensichtlich sollen der Elektronikindustrie in Bezug auf den Absatzmarkt Schweiz keine Handelshemmnisse in den Weg gelegt werden.
Esslingen, 20. März 2007
Peter Schlegel
WLAN: St. Gallen bietet gratis Internet für alle
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Auszug aus der Meldung von news.ch vom 22.12.06:
St. Gallen - Ab März 2007 soll die gesamte Bevölkerung der Stadt St. Gallen einen kostenlosen Internetzugang erhalten: Die erste Testphase des Opensource-Netzwerkes in St. Gallen wurde am Donnerstag gestartet. Geplant sind drei Antennen. (ht/sda)
Das Projekt «Wireless St. Gallen» sei eines der ersten flächendeckenden Drahtlos-Internet-Angebote der Schweiz, das der Öffentlichkeit kostenlos zugänglich gemacht werde, hiess es an einer Medienkonferenz. Vergleichbare Projekte gebe es in Berlin, Leipzig und Wien.
Initiiert wurde das Wireless St. Gallen-Projekt durch Mitarbeitende des Organisations- und Informatik-Amts (OIA) der Stadt zusammen mit der Technischen Hochschule Rapperswil, der Studentenschaft der Universität St. Gallen, den St. Galler Stadtwerken und der Gruppierung «openwireless.ch St. Gallen». Es ermögliche die Weiterentwicklung der Kommunikationsinfrastruktur der Stadt, sagte Stadtpräsident Franz Hagmann. Ein kostenloser Internetzugang sei ein Grundbedürfnis, sagte der Leiter der Stadtwerke, Ivo Schillig an der Medienkonferenz. Bis Ende Februar 2007 testen Studierende das Projekt.
Drei Sendestationen sollen auf dem Gebiet der Stadt St. Gallen ein Basis-Funknetzwerk verbreiten und den Internetzugang gewährleisten. Zwei Antennen sind bereits in Betrieb. Spezielle Wireless-Router empfangen das Signal der Antenne und verbreiten es. Damit das System funktioniert, ist die Mitwirkung der Bevölkerung nötig: 20 Router wurden bereits bei Studierenden installiert. «Wireless St. Gallen» kann nur flächendeckend betrieben werden, wenn ein genügend dichtes Netz von privaten Routern in den Haushalten besteht, wie Projektleiter Urs Kofmehl erklärt.
Pilotprojekt für «City WLAN»
Auszug aus der Meldung von news.ch vom 30.10.06
Köniz - Die Berner Gemeinde Köniz führt auf ihrem Gebiet einen einjährigen Pilotversuch mit dem sogenannten «City WLAN» durch. (ht