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WISSENSCHAFTLICHE STUDIEN / ARTIKEL


 

Unter dem Aspekt der elektromagnetischen Strahlungen und Felder finden Sie auf dieser Seite Material zu wissenschaftlichen Studien und Artikel aus Zeitschriften mit wissenschaftlichem Inhalt.

Es sind Studien und Artikel, die schädliche elektromagnetische Wirkungen auch bei sehr niedrigen Intensitäten, also weit unter den offiziellen Grenzwerten, ernst nehmen – Arbeiten, die nicht von vornherein das offizielle Dogma stützen wollen, nur die thermischen Wirkungen (hochfrequent) und die Reizwirkungen (niederfrequent) auf lebende Organismen seien wissenschaftlich gesichert. Sie stammen meist von unabhängig arbeitenden Wissenschaftern.

Kritische Auseinandersetzungen mit der zur Zeit leider noch vorherrschenden Wissenschaftsmeinung, nichtthermische (biologische) Wirkungen gebe es nicht, oder die Beweise dafür seien (noch) ungenügend, finden Sie auf der Seite
• Wissenschafts- kritik


Inhalt dieser Seite:

  Warnung: Die Benutzung eines Mobiltelefons während der Schwangerschaft kann Ihr Baby ernsthaft gefährden  Eine Studie an 13'000 Kindern deckt einen Zusammenhang zwischen der Benutzung von Handys und späteren Verhaltensstörungen auf

  Junge Schweizer Männer haben schlechte Spermien (Tages-Anzeiger vom 10.04.08) Der Leiter der wissenschaftlichen Studie steht vor einem Rätsel. Wir fragen: Wurden elektromagnetische Einwirkungen (Handy, WLAN usw.) als eine der möglichen Ursachen mit einbezogen?

Neuste Antennen-Studie: Stark erhöhtes Krebsrisiko um einen Mobilfunksender  Bei Strahlungwerten über 0.6 V/m (1/5 des Schweizer Anlagegrenzwertes) war das Risiko für alle Krebsarten 5- bis 8-fach, für Brustkrebs 23-fach, für Gehirntumor 121-fach erhöht.

  Professor Franz Adlkofer, Verum-Stiftung: Kein Zweifel mehr - UMTS zehnmal mehr genschädigend als GSM-Handystrahlung

  BioInitiative:  Konsortium aus Top-Wissenschaftlern fordert drastisch tiefere Grenzwerte

  Werden wir alle elektrosensitiv?  Ein Brief an den Herausgeber der Zeitschrift Electromagnetic Biology and Medicine von Örjan Hallberg (Karolinska Institut, Stockholm) und Gerd Oberfeld (Umweltmedizin Land Salzburg)

  Psycho-neurovegetative Effekte bei Anwohnern von Mobilfunk-Basisstationen  Eine neue Antennenstudie mit klaren Beschwerden der Antennenanwohner - diesmal aus Ägypten

  Benevento-Resolution  31 Wissenschafter aus aller Welt bekennen sich zu biologischen Auswirkungen elektromagnetischer Felder und Strahlung weit unterhalb der offiziellen Grenzwerte

  Die Rolle der elektromagnetischen Strahlung bei der Verursachung von Krebs  Artikel in der Zeitschrift icon 4/2005 von Olle Johansson






















 


Warnung: Die Benutzung eines Mobiltelefons während der Schwangerschaft kann Ihr Baby ernsthaft gefährden

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Eine Studie an 13'000 Kindern deckt einen Zusammenhang zwischen der Benutzung von Handys und späteren Verhaltensstörungen auf

Von Geoffrey Lean, Umweltredaktor
Sonntag, 18. Mai 2008

Frauen, die während der Schwangerschaft Mobiltelefone benutzen, gebären eher Kinder mit Verhaltensstörungen. Das ist die Aussage einer verlässlichen Forschungsarbeit.

Eine sehr grosse Studie, in der mehr als 13'000 Kinder erfasst wurden, ergab, dass nur schon die täglich zwei- bis dreimalige Benutzung des Handys ausreichte, um für das Baby das Risiko der Entwicklung von Hyperaktivität, Verhaltensproblemen, Schwierigkeiten im Umgang mit Gefühlen und von Beziehungsschwierigkeiten beim Erreichen des Schulalters zu erhöhen. Die Wahrscheinlichkeit dafür war sogar noch grösser, wenn die Kinder vor dem Alter von sieben Jahren selber ein Mobiltelefon benutzten.

Die Top-Wissenschaftler, die diese Studie – die erste ihrer Art – durchführten, waren vom Ergebnis überrascht. Doch sie schlossen sich den an Schwangere und Kinder gerichteten Warnungen der russischen Strahlungs-Überwachungsorganisation an, welche glaubt, dass die dadurch verursachte Gefahr „nicht viel geringer ist als das Risiko für die Gesundheit des werdenden Kindes durch Tabak- und Alkoholkonsum“.

Die an der Universität von Kalifornien in Los Angeles (UCLA) und an der Universität Aarhus, Dänemark, durchgeführte Studie soll in der Juli-Ausgabe der Fachzeitschrift Epidemiology veröffentlicht werden. Sie erhält dadurch besonderes Gewicht, dass einer ihrer Autoren bislang skeptisch war, ob Mobiltelefone ein Gesundheitsrisiko darstellen. Die UCLA-Professorin Leeka Kheifets – Mitglied in einem zentralen Komitee der ICNIRP (Internationale Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung), der Organisation, die Richtlinien zur Strahlungsexposition infolge Mobiltelefonen herausgibt – hatte noch vor dreieinhalb Jahren geschrieben, dass die Ergebnisse von Studien an Personen, die solche benutzen „bisher keinen konsistenten Beweis für einen Kausalzusammenhang zwischen der Exposition durch hochfrequente Felder und einer gesundheitsschädigenden Wirkung liefern“.

Die Wissenschaftler befragten die Mütter von 13'159 Kindern, die in Dänemark in den späten Neunzigerjahren geboren wurden, über ihre Benutzung des Mobiltelefons während der Schwangerschaft sowie über dessen Benutzung durch die Kinder selber und über deren Verhalten bis zum Alter von sieben Jahren. Da die Geburten noch in die Zeit vor der allgemeinen Verbreitung des Mobiltelefons fielen, hatten etwa die Hälfte der Mütter ein solches nur selten oder gar nie benutzt, wodurch ein Vergleich überhaupt möglich wurde.

Sie fanden, dass die Mobiltelefone benutzenden Mütter mit einer um 54% erhöhten Wahrscheinlichkeit Kinder mit Verhaltensproblemen hatten, und dass diese Wahrscheinlichkeit mit der Höhe der möglichen Strahlungsexposition anstieg. Wenn die Kinder später ebenfalls das Mobiltelefon benutzten, war die Wahrscheinlichkeit, dass sie unter Verhaltensschwierigkeiten litten, sogar um 80% erhöht. Um 25% stieg das Risiko emotionaler Störungen, um 34% dasjenige von Beziehungsproblemen unter Gleichaltrigen, um 35% das Risiko von Hyperaktivität und um 49% dasjenige von Verhaltensauffälligkeit.

Die Wissenschaftler sagen, die Ergebnisse seien „unerwartet“, und sie wüssten von keinem biologischen Mechanismus, der sie verursachen könnte. Doch als sie diese Ergebnisse mit anderen Ursachen wie Rauchen während der Schwangerschaft, Psychiatrie-bezogener Familiengeschichte oder sozio-ökonomischer Stellung zu erklären versuchten, wurde der Zusammenhang mit der Mobiltelefonbenutzung, statt zu verschwinden, sogar noch deutlicher.

Sie fügen hinzu, es könne andere mögliche Erklärungen geben, die sie nicht untersucht hätten – wie zum Beispiel diejenige, dass häufig mobil telefonierende Mütter ihren Kindern vielleicht weniger Aufmerksamkeit schenken – und heben hervor, dass die Ergebnisse „mit Vorsicht interpretiert“ und mittels weiterer Forschung überprüft werden sollten. Aber sie schliessen, dass „wenn sie der Wirklichkeit entsprächen, dann hätten sie bedeutende Auswirkungen auf das öffentliche Gesundheitswesen“.

Professor Sam Milham von der erstklassigen Mount Sinai School of Medicine in New York und der Abteilung für Öffentliches Gesundheitswesen an der University of Washington – einer der Pioniere auf diesem Forschungsgebiet – sagte in der vergangenen Woche, er zweifle nicht daran, dass die Ergebnisse der Wirklichkeit entsprächen. Er wies darauf hin, dass eine neue kanadische Studie mit trächtigen Ratten, die einer ähnlichen Strahlung ausgesetzt wurden, strukturelle Veränderungen in den Gehirnen der Nachkommen gefunden hatte.

Das russische Komitee zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (RNCNIRP) sagt, dass die Mobiltelefonbenutzung durch Schwangere und Kinder „begrenzt“ werden sollte. Es schliesst, dass Kinder, die mit dem Handy telefonieren, kurzfristig vermehrt an „Gedächtnisstörungen, verminderter Aufmerksamkeit, verringerter Lern- und Wahrnehmungsfähigkeit und erhöhter Reizbarkeit“ leiden, und dass die langfristigen Auswirkungen „Depressivität“ und „Degeneration der Nervenstrukturen im Gehirn“ einschliessen.

http://www.independent.co.uk/life-style/health-and-wellbeing/health-news/warning-using-a-mobile-phone-while-pregnant-can-seriously-damage-your-baby-830352.html

Übersetzt durch Bürgerwelle Schweiz, Mai 2008



Kommentar von Cindy Sage, Mitinitiantin des BioInitiative Reports

14. Mai 2008

Es würde nicht überraschen, wenn die Mobiltelefonbenutzung durch werdende Mütter entzündliche Bedingungen schüfe, welche im Fötus zu einer veränderten Gehirnentwicklung führen, dies mit der späteren Folge von Verhaltensstörungen im heranwachsenden Kind.

Der BioInitiative Report (Kapitel 8 – Immunfunktion) nennt eine lange Liste von Studien, die allergische und entzündliche Zustände unter elektromagnetischer Exposition dokumentieren. Entzündliche Reaktionen auf Krankheiten von Schwangeren wurden schon als plausibler biologischer Mechanismus für eine veränderte Gehirnentwicklung im Kinde mit möglichen Auswirkungen auf die psychische Verfassung vorgeschlagen1. Cytokinproduktion ist eine Entzündungsreaktion in der Mutter auf eine Infektion. Sie kann durch Umwelteinflüsse einschliesslich elektromagnetischer Felder ausgelöst werden. Man weiss, dass Cytokinproduktion die Neuronen in dem sich entwickelnden Gehirn des Fötus beeinflusst.

Vorgeburtliche Exposition durch Mobilfunkstrahlung, sei es indirekt über das Immunsystem der Mutter, sei es direkt vom Mobiltelefon auf den Fötus, hat enorme Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung.

Insoweit es sich um eine direkte Einwirkung der Strahlung auf den Fötus handelt, ist wohl eher die ELF2-Komponente der Exposition (infolge Ein- und Ausschalten des Mobiltelefon-Akkus3) massgebend, und weniger die Hochfrequenz-Komponente, die wahrscheinlich sehr niedrig ist4 . Im Jahre 2007 berichteten wir , dass die ELF-Taktung von Mobiltelefonen und PDAs ausserordentlich hohe niederfrequente magnetische Felder erzeugen kann, wenn sie am Körper oder nahe daran getragen werden5.

In beiden Fällen zeigen diese Effekte – insofern sie zutreffen – dass die geltenden gesetzlichen Grenzwerte für den Fötus unzureichend sind. Die vorliegende wichtige Studie dokumentiert ein weiteres Mal die Tatsache, dass biologisch begründete Grenzwerte nötig sind.

1 Wenner, Melinda: Infected with Insanity: Could Microbes Cause Mental Illness? Scientific American, April 2008
http://www.sciam.com/article.cfm?id=infected-with-insanity

2 ELF = Extremely Low Frequency = extrem niedrige Frequenz (Anm. d. Übers.)

3 Jedes Handy erzeugt im Stand-by-Betrieb oberhalb einer Frequenz von 2 kHz laufend periodisch gepulste niederfrequente Magnetfelder. Deren kurzzeitige Spitzenflussdichten können biologisch relevante Werte annehmen. Die Pulsfrequenz dieser Magnetfelder liegt, je nach Modell, im Bereich von 0,5 und 2 Hz. Warum? Damit die Akkus möglichst lange halten, wird der Mikroprozessor in Abständen kurz ein- und wieder ausgeschaltet. Der Mikroprozessor muss sich dabei immer wieder einschwingen. Es fliesst kurzzeitig ein starker Strom, der diese Magnetfelder erzeugt. (Anm. d. Übers.)

4 abgesehen von den mit voller Strahlungsleistung gesendeten Impulsen des Handys zur Anmeldung bei der nächsten Basisstation, die bei stationärem Handy nur in grösseren Zeitabständen, in sich bewegenden Verkehrsmitteln jedoch in kurzen Abständen gesendet werden („Handover“ von Senderzelle zu Senderzelle, je nach Abfolge der Mobilfunksender entlang der Verkehrsroute). (Anm. d. Übers.)

5 Sage C.L.; Johansson, O.; Sage S.A.: Personal digital assistant (PDA) cell phone units produce elevated extremely low frequency electromagnetic field emissions. Bioelectromagnetics 28, No.5, July 2007].


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Tages-Anzeiger, 10.04.08

Junge Schweizer Männer haben schlechte Spermien

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Bern. – Eine Studie im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms „Hormonaktive Stoffe“ testet 3000 junge Männer auf ihre Fruchtbarkeit. Rund zweieinhalb Jahre, nachdem über das Projekt informiert wurde, sind nun erste Teilresultate bekannt. Und diese fielen überraschend schlecht aus. Denn bei jedem zweiten Stellungspflichtigen lag einer der untersuchten Werte wie etwa Anzahl, Beweglichkeit oder Geschwindigkeit der Spermien unter dem Vergleichswert der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Michel Crausaz, Leiter der Studie von der Fondation Faber in Lausanne, hatte mit einem weitaus besseren Resultat gerechnet, wie er in der Sendung „Rendez-vous“ von Schweizer Radio DRS vom Mittwoch sagte. Er und seine Kollegen stehen vor einem Rätsel: „Im Moment ist es absolut unmöglich, eine Erklärung dafür abzuge­ben“, räumte Crausaz ein.

Auch lässt sich derzeit noch kaum sagen, was die Ergebnisse genau bedeuten. Wer aber die WHO-Normen nicht erfüllt, muss mit seiner Partnerin wohl zumindest mehr Geduld haben, um sich den Kinderwunsch zu erfüllen. Laut Crausaz dauert es statt einem oder zwei Monaten viel­leicht ein Jahr, bis es zu einer Schwangerschaft kommt.

Die Untersuchungen wurden in den Westschweizer Kantonen gestartet und laufen derzeit in der Ostschweiz. Je nach Region machten laut Divisionär Gianpiero Lupi, dem Oberfeldarzt der Armee, bisher fünf bis zehn Prozent der Stellungspflichtigen mit. Gerechnet habe man ursprünglich aber mit etwa zehn Prozent. (AP)


Kommentar der Bürgerwelle Schweiz: Für einen Einfluss auf die Fortpflanzungsfähigkeit kommen mehrere Faktoren in Frage. Einer dieser Einflussfaktoren sind die hoch- und nieder­frequenten elektromagnetischen Felder und Strahlungen. Unten sind einige der vorhandenen wissenschaftlichen Studien an Menschen aufgelistet, die auf eine Beeinträchtigung der männli­chen Fortpflanzungsfähigkeit infolge elektromagnetischer Einwirkungen hinweisen. Bei dreien handelt es sich um den Einfluss von Mobiltelefonen. Dazu gibt es Studien an Tieren (hier nicht genannt). Es ist zu hoffen, dass in der Erhebung der Lebensbedingungen der an der Studie teilnehmenden Schweizer Männer auch die Frage nach dem Gebrauch von Mobiltelefonen und anderen Funkeinrichtungen vorkommt. Dabei ist neben dem Mittragen des eingeschalteten Mobiltelefons im Unterleibsbereich vor allem auch an WLAN zu denken. Im Fall des auf den Oberschenkeln bedienten Laptop-Computers mit aktivierter WLAN-Karte können die Fortpflan­zungsorgane Strahlungwerte im Bereich von bis zu einigen Volt pro Meter erhalten.


Eine Auswahl von Studien, die einen Zusammenhang zwischen elektromagnetischen Einwirkungen und einer Beeinträchtigung der Samenqualität fanden

Wdowiak A, Wdowiak L, Wiktor H: „ Evaluation of the effect of using mobile phones on male fertility“. Ann Agric Environ Med. 2007;14(1):169-172.

Erogul O, Oztas E, Yildirim I, Kir T, Aydur E, Komesli G, Irkilata HC, Irmak MK, Peker AF.: „Effects of electromagnetic radiation from a cellular phone on human sperm motility: an in vitro study“. Arch Med Res. 2006 Oct;37(7):840-843.

Fejes I, Zavaczki Z, Szollosi J, Koloszar S, Daru J, Kovacs L, Pal A: „ Is there a relationship between cell phone use and semen quality?“ Arch Androl. 2005 Sep-Oct;51(5):385-393.

Grajewski B, Cox C, Schrader SM, Murray WE, Edwards RM, Turner TW, Smith JM, Shekar SS, Evenson DP, Simon SD, Conover DL: „Semen quality and hormone levels among radiofrequency heater operators“. J Occup Environ Med. 2000 Oct;42(10):993-1005

Lancranjan, Ioana; Maicanescu, Madelaine; Rafaila, Emilia; Klepsch, Iulia; Popescu, H. I.: „Gonadic Function in Workmen With Long-term Exposure to Microwaves“. Health Physics. 29(3):381-383, September 1975.


14.04.08
Bürgerwelle Schweiz


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Stark erhöhtes Krebsrisiko um einen Mobilfunksender:
Der österreichische C-Netz-Mobilfunksender wurde von 1984 bis 1997 auf der Frequenz 434 MHz betrieben. Bei Strahlungwerten über 0.6 V/m (= 1/5 des Schweizer Anlagegrenzwertes von 3 V/m) war das Risiko für alle Krebsarten 5- bis 8-fach, für Brustkrebs 23-fach, für Gehirntumor 121-fach erhöht.


Umweltepidemiologische Untersuchung der Krebsinzidenz in den Gemeinden Hausmannstätten und Vasoldsberg

Herausgeber:
Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Fachabteilung für das Gesundheitswesen (Landessanitätsdirektion), Landessanitätsdirektor Hofrat Dr. Odo Feenstra

Für den Inhalt verantwortlich: Dr. Gerd Oberfeld, Salzburg

Druck: Printcenter Universität Salzburg
Herausgegeben: Graz, im Jänner 2008


Zusammenfassung (Seiten 11 bis 13 der Originalstudie)

Studienziel war die Klärung, ob die Krebserkrankungen, die im östlichen Gemeindegebiet von Hausmannstätten bzw. von Vasoldsberg bekannt wurden, eine zeitliche und örtliche Häufung darstellen und ob diese gegebenenfalls mit der in den Jahren 1984 bis 1997 betrie­benen Mobilfunksendeanlage für das Autotelefonnetz in Verbindung stehen. Diese Mobil­funksendeanlage war Teil des bundesweit von der Österreichischen Post- und Telegrafen­verwaltung errichteten C-Netzes, das in Österreich mit dem Nordic Mobile Telephone Sys­tem 450 (NMT 450) Standard betrieben wurde. Die Zellradien dieses Netzes betrugen in der Regel bis zu 30 km, wobei der Standort Hausmannstätten als Füllsender betrieben wurde.

Das Studiengebiet wurde als Kreisfläche mit einem Radius von 1200 Metern Radius um die ehemalige Sendeanlage festgelegt. Mit Hilfe der Steiermärkischen Landesregierung (GIS Steiermark) und der Gemeinden Hausmannstätten und Vasoldsberg konnten n=2543 poten­tielle Studienteilnehmer ermittelt werden, die persönlich zur Teilnahme eingeladen wurden. Unter Anwendung eingrenzender Expositionsbedingungen wie der Annahme einer Latenz­zeit, einer „Nachwirkzeit“ und einer Mindestexpositionsdauer von jeweils fünf Jahren wurden drei unterschiedliche Fall-Kontroll-Stichproben zusammengestellt. Die Stichproben A (67 Fäl­le/1242 Kontrollen) und B (67 Fälle/646 Kontrollen) umfassten lebende und verstorbene Fäl­le, die Stichprobe C (28 Fälle/56 Kontrollen) nur lebende Fälle.

Die Distanzauswertung zeigte unter der gewählten zeitlichen Eingrenzung für den Bereich 0-200 m um den Sender gegenüber dem Bereich 201-1200 m in allen drei Stichproben ein signifikant erhöhtes Krebsrisiko und damit eine eindeutige örtliche Häufung. Die Häufung zeigte sich insbesondere für Brust- und Hirntumoren.

Die Expositionsermittlung gegenüber dem C-Netz-Sender erfolgte auf individueller Ebene für alle drei Stichproben (A, B, C) durch Berechnung mit Hilfe der Softwareprodukte NIRView und CORLA. Dabei wurde eine Antenneneingangsleistung von 25 Watt für einen ständig abgestrahlten Funkkanal (Calling Channel = Rufkanal) unter Berücksichtigung von Anten­nencharakteristik, Gelände und Bebauung zugrunde gelegt. Die Intensität der Strahlungs­dichte wurde für insgesamt 1309 Personen individuell ermittelt.

Zur Frage welche Expositionsannahme getroffen werden sollte, nur der ständig abgestrahlte Calling Channel oder Calling Channel + (vermutlich) drei Traffic Channels, ergibt sich aus Vorsorgesicht die Annahme der ausschließlichen Berücksichtigung des Calling Channels, wie es bei der Auswertung auch erfolgte.

Zusätzlich wurde 25 Meter östlich des ehemaligen C-Netz-Senders ein Simulationssender in selber Antennenhöhe (acht Meter über dem Boden) aufgebaut und das abgestrahlte Test­signal (434,2 MHz) frequenzselektiv in den Schlafräumen der 84 Studienteilnehmer gemes­sen (nur Stichprobe C). Zusätzlich wurden bei dieser Stichprobe über einen umfangreichen Fragebogen im persönlichen Interview Krebsrisikofaktoren und schützende Faktoren erho­ben. Die Analyse ergab, dass diese Faktoren die gefundene örtliche Häufung bzw. die Bezie­hung zur Strahlenexposition nicht erklären konnten.

Die zentrale Auswertung erfolgte im Hinblick auf Zusammenhänge zwischen der Höhe der Strahlenexposition durch den Sender und dem Krebsrisiko. Dabei wurde das Risiko (Chan­cenverhältnis oder Odds Ratio = OR) für die Expositionsklassen 10-100 µW/m2 [0.06-0.2 V/m], 100-1000 µW/m2 [0.2-0.6 V/m] und >1000 µW/m2 [>0.6 V/m] im Verhältnis zur Referenzkate­gorie <10 µW/m2 [<0.06 V/m] (jeweils im Freien) ermittelt.

Die Analyse ergab über alle Modelle signifikant erhöhte Risikoschätzer. Im Vergleich zur Referenzkategorie (<10 µW/m2 = 0.06 V/m) war das Krebsrisiko in der höchsten Expositionskategorie (>1000 µW/m2 = 0.6 V/m) für alle Krebslokalisationen je nach Stichprobe 5 bis 8-fach höher. Die Krebsfälle betrafen wie schon bei der Distanzaus­wertung besonders die Lokalisationen Brust und Gehirn.

Im Vergleich zur Referenzkategorie (<10 µW/m2 = 0.06 V/m) war das Krebsrisiko in der Stichprobe A in der höchsten Expositionskategorie (>1000 µW/m2 = 0.6 V/m) für Brust­krebs 23-fach, für Gehirntumoren 121-fach höher. Für alle drei untersuchten Endpunk­te (alle Lokalisationen / Brust / Gehirn) ergaben sich signifikante Expositions- Wir­kungsbeziehungen (p for the trend).

Die Detailergebnisse für die Stichprobe A sind im nachfolgenden Kapitel „Zusammenfassung der Risikoberechnungen für die Stichprobe A“ zusammengestellt. Die Stichprobe A hat gegenüber der Stichprobe B den Vorteil der größeren Kontrollzahl und damit der etwas höheren statistischen Power, zum anderen besteht sie im wesentlichen aus der Melderegis­terstichprobe und ist somit unabhängig von der Teilnahmebereitschaft.

Zusammenfassend zeigte sich unter der gewählten zeitlichen Eingrenzung eine signifi­kante zeitliche und örtliche Häufung von Krebserkrankungen im Bereich um das Wählamt Hausmannstätten sowie signifikante Expositions-Wirkungs-Beziehungen zwischen der Strahlungsexposition und dem Auftreten von Brustkrebs und Gehirntu­moren.

Diese Untersuchung ist die weltweit erste Fall-Kontroll-Studie, die die Frage des Krebsrisikos im Zusammenhang mit einem Mobilfunksender mit Hilfe einer speziellen Berechnungssoft­ware sowie historisch nachgebildeten Messungen untersucht hat. Die Untersuchung von C-Netz Sendern ist aus mehreren Gründen zielführend. Diese ergeben sich etwa aus dem Um­stand, dass die Antennencharakteristika hinreichend bekannt sind und im Prinzip nur die Information über den Standort und die Antennenhöhe erforderlich ist, um die Exposition nachzubilden. Weiters waren im Expositionszeitraum 1984-1997 die Hochfrequenzexpositio­nen noch überschaubar, ein Umstand, der die Erforschung gesundheitlicher Auswirkungen der neuen Technologien zunehmend erschwert.


Originalstudie „Umweltepidemiologische Untersuchung der Krebsinzidenz in den Gemeinden Hausmannstätten und Vasoldsberg“ siehe http://www.verwaltung.steiermark.at/cms/ziel/21212/DE/


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Professor Franz Adlkofer, Verum-Stiftung: Kein Zweifel mehr - UMTS zehnmal mehr genschädigend als GSM-Handystrahlung

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Pressemitteilung: Bürgerinitiative gegen den Mobilfunkasten
Bismarckstr.57, Stuttgart-West www.der-mast-muss-weg.de

In seiner Vorlesung am 1.10.2007 im Rahmen der Offenen Universität, eines Wissenschaftsforums kritischer Wissenschaftler in Gelsenkirchen, legte Professor Adlkofer erstmalig seine Forschungsergebnisse über die Auswirkungen der UMTS-Strahlung auf menschliche Zellen vor. Er arbei­tete heraus, dass der gelungene Nachweis von DNA-Strangbrüchen zu­sammen mit Mikrokernen an der gentoxischen Wirkung von UMTS-Signalen keinen Zweifel mehr zulässt: „DNA-Strangbrüche treten be­reits bei 1/40 des Grenzwertes* auf. UMTS-Signale sind damit fast zehnmal wirksamer als GSM-Signale.“ (*SAR-Wert 2 W/kg)

Damit konnte Professor Adlkofer auch für UMTS erneut das nachweisen, was die REFLEX-Studie, deren Projektleiter er ist, bereits für GSM bestätigte: die Mobilfunkstrahlung schädigt das geneti­sche Material und erhöht damit das Krebsrisiko.

Im Zusammenhang mit seiner Forschung trug er die ersten Ergebnisse der Interphone-Studie vor, die darauf hinweisen, dass das Risiko für Hirntumore nach einer Nutzungsdauer von 10 und mehr Jahren erhöht sein könnte. Dazu unterstrich er die Bedeutung der Ergebnisse der israeli­schen For­schergruppe um Friedmann (2007), in der erstmals der zellbiologische Mechanismus , wie Mo­bilfunkstrahlung weit unterhalb der Grenzwerte Zellschädigungen auslöst, nachgewiesen wurde.

Angesichts dieser Erkenntnisse forderte Prof. Adlkofer zum sofortigen Umdenken auf. Er warnte, dass mit der zunehmenden technischen Nutzung elektromagnetischer Felder auf unsere Gesell­schaft ein Gesundheitsproblem großen Ausmaßes zukommen könnte. Prof. Adlkofer bezeichne­te die Mobilfunkbestrahlung und ihre politische Rechtfertigung als „unkontrollierten und ungeplanten Feldversuch“ an den Menschen.

Mit großer Sorge über die gesundheitlichen Auswirkungen dieses Gefahrenpotentials erklärte Prof. Adlkofer, dass die von zahlreichen Wissenschaftlern bis heute vertretene Vorstellung, dass kei­ne biologischen Wirkungen der Mobilfunkstrahlung bekannt seien, offensichtlich nicht zutreffend ist. Noch am 6.12.2006 hätte die Strahlenschutzkommission (213.Sitzung) jeden Hinweis auf gentoxische Wirkungen ignoriert. Adlkofer bezeichnete diese Stellungnahme als „völlig un­verständlichen Text“.

An die Politik gewandt appellierte er, dass endlich das Vorsorgeprinzip zum Schutze der Bevölke­rung von den Entscheidungsträgern in Industrie und Politik anerkannt werden muss. Diese Er­kenntnis, nicht beharrliches Leugnen möglicher Risiken, sollte die Grundlage einer zukünftigen Risi­ko-Kommunikation sein. Tabak, Asbest und Röntgenstrahlen seien Beispiele dafür, dass es Jahr­zehnte dauern kann, bis die Wissenschaft endgültige Beweise für ein Gesundheitsrisiko vorzulegen vermag. Rechtzeitiges Handeln könnte uns vielleicht eine späte Lektion ersparen.

Dieser Appell eines der kompetentesten Wissenschaftler kommt zu einem Zeitpunkt, an dem wei­tere wissenschaftliche Gremien zu denselben Schlussfolgerungen gelangt sind: Die Europäische Umweltagentur, die höchste wissenschaftliche Instanz der EU, stellte in Ihrer Er­klärung vom 17.9.2007 das Gefahrenpotential der Mobilfunkstrahlung und die sie begleitende Poli­tik in eine Reihe mit Asbest und PCB . Anlass für diese Erklärung war das Gutachten der weltweiten Forscher­gruppe „BioInitiative Working Group“ (31.8.2007), die mit ihrer Studie den Beweis der Gesund­heitsschädlichkeit der Mobilfunkstrahlung vorlegte.

Detaillierte Auskünfte über die Studie der Forschergruppe um Prof. Franz Adlkofer sind bei ihm persönlich anzufragen: www.verum-foundation.de.

V.i.S.d.P.: Peter Hensinger, Bismarckstr.63, 70197 Stuttgart


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BioInitiative:
Konsortium aus Top-Wissenschaftlern
fordert drastisch tiefere Grenzwerte

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Die heute gültigen Grenzwerte, die die Bevölkerung vor den Auswirkungen elektromagnetischer Felder schützen sollen, basieren im wesentlichen auf der Überlegung, dass

  • spontane Nervenreizungen durch hohe, im Körper induzierte Ströme verhindert werden müssen (massgebend bei niederfrequenten Feldern), und

  • Körpergewebe vor übermässiger Erwärmung, d.h. vor spontanem „Fieber“, geschützt werden muss (massgebend bei hochfrequenter Strahlung).

Diese beiden physikalischen Effekte kommen im Alltag der Bevölkerung jedoch fast nie vor, da sie erst bei sehr hohen Strahlungs- und Feldintensitäten auftreten. Sie betreffen vor allem spezielle Berufsgruppen.

Eine Fülle weiterer, biologischer Effekte, die schon bei viel tieferen Strahlungs-Intensitäten im Alltag infolge verschiedener Strahlungsquellen auftreten, wird seit langem ignoriert, weil diese Effekte angeblich „wissenschaftlich nicht eindeutig belegt" seien.

Ein unabhängiges Konsortium aus international anerkannten Experten hat sich daher zusammengeschlossen und die Beweislage für die wichtigsten biologischen Effekte elektromagnetischer Felder ausgewertet und gewichtet. Die „BioInitiative Working Group“ stellt diese Auswertungen auf ihrer Webseite frei zur Verfügung.

3. September 2007
Bürgerwelle Schweiz und Diagnose-Funk



pdf-Dateien der ausführlichen, dreiseitigen Pressemitteilung:

deutsche Übersetzung (03.09.07)

französische Übersetzung (03.09.07)

italienische Übersetzung (verbessert 06.09.07)

englische Originalfassung (31.08.07)

Nachstehend folgt eine Kurzfassung der ausführlichen Pressemitteilung.



Pressemitteilung der BioInitiative Working Group

Schwerwiegende Bedenken bezüglich Schädigung der öffentlichen Gesundheit durch Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern (EMF) von Hochspannungsleitungen
und Mobiltelefonen

University of Albany, New York, 31. August 2007.

Kurzfassung

Eine internationale Arbeitsgruppe von Wissenschaftern, Forschern und Fachleuten für öffentli­che Gesundheitspolitik (Die BioInitiative Arbeitsgruppe) hat einen Bericht über den Einfluss elektromagnetischer Felder (EMF) auf die Gesundheit herausgegeben. Der Bericht äussert schwerwiegende Bedenken bezüglich der Sicherheit der heutigen öffentlichen Grenz­werte für den Schutz vor EMF von Hochspannungsleitungen, Mobiltelefonen und vielen ande­ren EMF-Expositionsquellen des täglichen Lebens.

Der Bericht dokumentiert die wissenschaftlichen Beweise, die Anlass geben zu Besorgnissen bezüglich Gesundheitsschädigungen mit Einschluss von Kinderleukämie (infolge Hochspannungsleitungen und anderen elektrischen Einflüssen), Gehirntumoren und Akustikusneurinomen (infolge Mobiltelefonen und Schnurlostelefonen) sowie Alzheimer'scher Krankheit.

Es gibt Hinweise, dass EMF ein Risikofaktor für Krebs bei Kindern wie auch bei bei Erwachsenen sind. Elektromagnetische Strahlung von Quellen wie Hochspannungsleitungen, Hausinstallationen und Erdungen von Gebäuden und Geräten wird mit einem erhöhten Risiko für Kinderleukämie in Verbindung gebracht und kann Auslöser für Krebs im späteren Erwachsenenalter sein.

Die Auswertung der BioInitiative Working Group (www.bioinitiative.org), die am Freitag, dem 31. August 2007 herausgegeben wurde, dokumentiert den wissenschaftlichen Beweis, dass EMF-Exposition durch Hochspannungsleitungen in den Vereinigten Staaten und in der ganzen Welt jedes Jahr für Hunderte neuer Fälle von Kinderleukämie verantwortlich ist.

Drahtlose, auf Mikrowellenstrahlung gestützte Technologien zum Senden von E-Mails und zur Übertragung von Gesprächen strahlen Tausende Male stärker als die Strahlungsquellen, die in Studien Schlafstörungen, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen und andere Symptome auslösten.

Der Experte für öffentliche Gesundheit und Co-Autor des Berichts, Dr. David Carpenter, Direk­tor des Institute for Health and the Environment (Institut für Gesundheit und Umwelt) der Uni­versität Albany, New York, sagt: „Dieser Bericht ist ein Weckruf, dass Langzeit-Exposition durch einige Arten von EMF ernsthafte Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann. Jetzt bedarf es einer gewissenhaften öffentlichen Gesundheitsplanung zur Vorbeugung vor Krebs und neurologischen Leiden, die mit der Exposition durch Hochspannungsleitungen und anderen Quellen von EMF in Verbindung stehen. Wir müssen die Menschen und auch die Entscheidungsträger darüber unterrichten, dass 'business as usual' nicht mehr akzeptabel ist.“

Die Co-Autorin des Berichts, Cindy Sage von Sage Associates und Mitglied der Bioelectroma­gnetics Society, sagt aus: „Experten für öffentliche Gesundheit und EMF-Vorsorge haben nun ihre Meinung zur Gewichtung der Beweislage abgegeben. Demnach bieten die existierenden FCC-Grenzwerte und die internationalen Grenzwerte für die öffentliche und die berufliche Ex­position durch elektromagnetische Felder und hochfrequente Strahlung keinen Schutz für die Volksgesundheit.“

Vom gesundheitspolitischen Standpunkt aus sind neue öffentliche Sicherheitsgrenzwerte und Grenzwerte für die weitere Einführung von Risikotechnologien auf der Basis des Beweismaterials gerechtfertigt.


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Werden wir alle elektrosensitiv?[1]

                                                                                                      diesen Brief als pdf-Datei

ÖRJAN HALLBERG[2]UND GERD OBERFELD[3]

Korrespondenz an Örjan Hallberg, Hallberg Independent Research,
Polkavägen 14B, Trångsund 142 65, Sweden; E-mail: oerjan.hallberg@swipnet.se

 

Sehr geehrter Herausgeber,

Jedes Jahr nimmt die Zahl der Menschen zu, die geltend machen, sie litten unter Elektrosensitivität (siehe z.B. die Zusammenstellung von Referenzen in Tafel 1), auch unter dem Begriff Elektrische Hypersensitivität (EHS) bekannt. Es gibt auch andere Krankheiten wie die Fibromyalgie und das Burn-out-Syndrom, deren Symptome ähnlich denjenigen sind, wie sie bei Menschen auftreten, die unter Elektrosensitivität leiden.

In Schweden wird Elektrosensitivität als Behinderung anerkannt, aber es gibt immer noch eine Kontroverse um die Diagnose dieser Krankheit. Die bei Regierungsstellen und medizinischen Autoritäten vorherrschende Ansicht ist diejenige, dass es sich bei dieser Behinderung um eine psychologische Erscheinung ohne Grundlage physikalischer oder medizinischer Mechanismen handle (Schwedisches Amt für Gesundheit und Wohlfahrt SNBHW, 1995), wodurch das Missverständnis perpetuiert wird, es hege nur ein kleiner Teil der Bevölkerung Besorgnisse wegen Elektrosensitivität oder der Nähe neuer Funkübertragungsmasten.

Die Zahl der bekannt gewordenen Fälle von Elektrosensitivität steigt fortwährend, seit diese Erscheinung l991 erstmals dokumentiert wurde. Die hier vorgelegten Daten sind Schätzungen und basieren auf umfangreichen Stichproben-Erhebungen, bei welchen verschiedene Frage-Sets benutzt wurden. Um herauszufinden, ob die Statistiken eher auf eine Untergruppe Elektrosensibler hindeuten oder ob es um die gesamte Bevölkerung geht, stellten wir die gefundenen Häufigkeiten über der Zeitachse in einem Normalverteilungsdiagramm dar (Tafel 1 und Figur 1).

Im Gegensatz zu der bei den medizinischen Autoritäten vorherrschenden Ansicht zeigt Figur 1, dass es sich bei der Gruppe der elektrosensitiven Menschen weltweit, mit Einschluss Schwedens, nicht bloss um einen kleinen Bruchteil der ansonsten gesunden Gesamtbevölkerung handelt. Sie deutet vielmehr darauf hin, dass Elektrosensitivität in naher Zukunft verbreiteter sein wird. Der extrapolierte Trend zeigt, dass ein Anteil elektrosensitiv gewordener Menschen von 50% der Gesamtbevölkerung auf das Jahr 2017 erwartet werden kann.

Die hier vorgelegten Daten wurden in Österreich, Deutschland, Grossbritannien, Irland, Schweden, in der Schweiz und in den USA gesammelt.
 

Tafel 1

Geschätzte Häufigkeit elektrosensitiver Menschen nach Jahren und Ländern

 


Mess-

jahr

 

 

Elektro-

sensitive

%

 

Land, Berichtsjahr

 

Referenz

 

1985

1994

1995

1996

1997

1997

1998

1999

2000

2001

2002

2003

2003

2003

2003

2004

2004

2017

 

 

0.06

  0.63

  1.50

  1.50

  2.00

  1.50

  3.20

  3.10

  3.20

  6.00

13.30

  8.00

  9.00

  5.00

  5.00

11.00

  9.00

50.00

 

 

Schweden 1991

Schweden 1995

Österreich 1995

Schweden 1998

Österreich 1998

Schweden 1999

California 2002

Schweden 2001

Schweden 2003

Deutschland 2002

Österreich 2003

Deutschland 2003

Schweden 2004

Schweiz 2005

Irland 2005

England 2004

Deutschland 2005

Extrapoliert auf 50%

 

 

National Encyclopedia Sw., 1991

Anonyme Schätzung 1994

Leitgeb N. et al., 1995, 2005

SNBHW, Env. report, 1998

Leitgeb N. et al., 1998, 2005

Hillert L. et al., 2002

Levallois P., 2002

SNBHW, Env. report, 2001

Sw Labour Union Sif, 2003

Schroeder E., 2002

Spiß B., 2003

Infas, 2003

Elöverkänsligas Riksförbund, 2005

Bern, Inst. f. Sozialmedizin, 2005

This is London, 2005

Fox E., 2004

Infas, 2004

 

 

 

 


Figur 1   Häufigkeit [%] von Menschen weltweit, die sich selbst als elektrosensitiv betrachten, über der Zeitachse in einem Normalverteilungsdiagramm aufgetragen. Der Endpunkt bei 50% ist ein extrapolierter Wert. Die Variation beträgt 91% ohne Einbezug des Endpunktes.


Referenzen

Anonyme Schätzung: 50,000 im Jahr 1994.

Elöverkänsligas Riksförbund. (2005). Funktionshindret Elöverkänslighet.

Fox, E. (2004). Rapporteurs Report. WHO Workshop on Electrical Hypersensitivity, Oct. 25–27.

Hillert, L., Berglind, N., Arnetz, B. B., Bellander, T. (2002). Scand J Work Environ Health. 28(1):33–41.

Infas. (2003). Ermittlungen der Befürchtungen und Ängste der breiten Öffentlichkeit hinsichtlich möglicher Gefahren der hochfrequenten elektromagnetischen Felder des Mobilfunks – jährliche Umfragen. Bundesamt für Strahlenschutz, Bonn. Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH: 1–34.

Infas – Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH Friedrich-Wilhelm-Straße 18, 53113 Bonn. Ermittlung der Befürchtungen und Ängste der breiten Öffentlichkeit hinsichtlich möglicher Gefahren der hochfrequenten elektromagnetischen Felder des Mobilfunks – jährliche Umfragen – Abschlussbericht über die Befragung im Jahr 2004.

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Electromagnetic Biology and Medicine, 25: 189–191, 2006
Copyright © Informa Healthcare
ISSN 1536-8378 print
DOI: 10.1080/15368370600873377

 


[1] Im deutschen Sprachgebrauch wird für englisch „electrosensitive“ meist der Begriff „elektrosensibel“ verwendet.

[2] Hallberg Independent Research, Trångsund, Schweden

[3] Land Salzburg, Umweltmedizin, Salzburg, Österreich


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Psycho-neurovegetative Effekte bei Anwohnern von Mobilfunk-Basisstationen

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Neurobehavioral effects among inhabitants around
mobile phone base stations

G. Abdel-Rassoul *, O. Abou El-Fateh, M. Abou Salem, A. Michael,
F. Farahat, M. El-Batanouny, E. Salem

Community, Environmental and Occupational Medicine Department, Faculty of Medicine, Menoufiya University, Shebin El-Kom, Egypt

*Corresponding author. Tel.: +20482951291; fax: +20482950240;  gaafar17@yahoo.com (G. Abdel-Rassoul).

NeuroToxicology (2006), doi:10.1016/j.neuro.2006.07.012
Received 20 October 2005; accepted 18 July 2006

 

Zusammenfassung

Hintergrund: Es existiert eine allgemeine Besorgnis in bezug auf mögliche schädliche Wirkungen auf die Gesundheit infolge Exposition des menschlichen Nervensystems gegenüber elektromagnetischer Strahlung der Antennen von Mobilfunk-Basisstationen.

Ziel: Ausfindigmachen der möglichen Defizite auf dem Gebiet des Zusammenhangs von Nervensystem und Verhalten.

Methoden: Es wurde eine Querschnittsstudie durchgeführt bei 85 Anwohnern der ersten Mobilfunk-Basisstation im Governorat (Regierungs- bezirk) Menoufiya, Ägypten. Von diesen Bewohnern leben 37 im Gebäude unter den Antennen und 48 gegenüber der Sendestation. Dieser exponierten Gruppe wurde eine Kontrollgruppe von 80 Teilnehmern beigesellt und bezüglich Alter, Geschlecht, Beruf und Bildungsniveau abgeglichen. Alle Teilnehmer füllten einen strukturierten Fragebogen zur Erfassung der persönlichen, bildungsbezogenen und medizinischen Geschichte aus. Sie unterzogen sich einer allgemeinen und neurologischen Überprüfung; einem kognitiven Testblock [neurobehavioral test battery NBTB, mit Tests für visuomotorische Reaktionsgeschwindigkeit, Problemlösungsfähigkeit, Aufmerksamkeit und Gedächtnis]; dem Eysenck’schen Persönlichkeitstest [EPQ; umfassend Psychotizismus, Extraversion und Neurotizismus].

Ergebnisse: Die Häufigkeiten neuro- psychiatrischer Beschwerden wie Kopfschmerzen (23.5%), Gedächtnisstörungen (28.2%), Schwindel (18.8%), Zittergefühl (9.4%), depressive Symptome (21.7%) und Schlafstörungen (23.5%) waren bei den exponierten Bewohnern signifikant höher als bei den Angehörigen der Kontrollgruppe, nämlich (10%), (5%), (5%), (0%), (8.8%) und (10%) mit p<0.05. Der NBTB-Test zeigte bei den exponierten Bewohnern eine signifikant schlechtere Leistung als bei der Kontrollgruppe in einem der Tests bezüglich Aufmerksamkeit und auditivem Kurzzeitgedächtnis [Paced Auditory Serial Addition Test PASAT]. Ausserdem wiesen die Bewohner von gegenüber eine schlechtere Leistung im Problemlösungstest (block design) auf als die unter der Sendestation wohnenden Teilnehmer. Alle Bewohner zeigten hingegen eine bessere Leistung als die Kontrollgruppe in den beiden Tests bezüglich visuomotorischer Reaktionsgeschwindigkeit (Zahlensymbole und Trailmaking B) und in einem Aufmerksamkeitstest (Trailmaking A). Die neusten vorhandenen Messwerte der von den Mobilfunkantennen im Bezirk Menoufiya ausgesendeten Strahlung lagen unterhalb des Grenzwertes.

Schlussfolgerungen und Empfehlungen: Anwohner von Mobilfunk-Basisstationen leben mit dem Risiko der Entwicklung neuropsychiatrischer Probleme sowie gewisser Veränderungen kognitiver [neurobehavioral] Funktionen im Sinne einer Förderung oder einer Hemmung. Deshalb wird empfohlen, die Grenzwerte für die Exposition der Öffentlichkeit gegenüber der Strahlung von Mobilfunk-Basisstationen anzupassen und den kognitiven Testblock (NBTB) für die regelmässige Beurteilung und Früherfassung biologischer Auswirkungen auf die Anwohner der Sendestationen anzuwenden.

                                                   (Übersetzungsvorschlag durch Bürgerwelle Schweiz, Oktober 2006)


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Benevento Resolution

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                                                                                    englischer Originaltext als pdf-Datei

Die Internationale Kommission für Elektromagnetische Sicherheit (ICEMS) führte am 22., 23. und 24. Februar 2006 eine internationale Konferenz mit dem Titel „Der EMF-Vorsorge-Ansatz: Wissenschaftlichkeit, Gesetzgebung und Umsetzung“ durch. Gastgeberin war die Stadt Benevento, Italien. Die Zusammenkunft war dem Wissenschafter Dr. med. W. Ross Adey (1922-2004) gewidmet. Die an der Konferenz teilnehmenden Wissenschafter billigten die Catania Resolution und beschlossen deren Erweiterung durch das, was folgt:

1.      Weiteres Beweismaterial hat sich angesammelt, welches nahelegt, dass gesundheitsschädigende Wirkungen infolge beruflicher und öffentlicher Exposition gegenüber elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern (EMF[1]) derzeit üblicher Stärke existieren. Notwendig, aber noch nicht verwirklicht, ist eine umfassende, unabhängige und transparente Untersuchung des Beweismaterials, das auf diese sich entwickelnde, potentielle Problematik für die Volksgesundheit hindeutet.

2.      Die Mittel, die für eine solche Beurteilung eingesetzt werden, sind angesichts des explosiven Wachstums der drahtlosen Kommunikationstechnologien wie auch der stets enormen Investitionen für die Übertragung von elektrischer Energie in grobfahrlässiger Weise ungenügend.

3.      Es gibt Hinweise, dass mit der gegenwärtigen Projektfinanzierung die Auswertung und Interpretation von Forschungsergebnissen in der Richtung einer Unterdrückung möglicher Gesundheitsrisiken beeinflusst wird.

4.      Argumente, wonach schwache (niedrigintensive) EMF nicht in der Lage seien, biologische Systeme zu beeinflussen, repräsentieren nicht das gegenwärtige Spektrum der Wissenschaftsmeinung.

5.      Aufgrund unserer Überprüfung des Standes der Wissenschaft können biologische Wirkungen infolge einer Exposition sowohl gegenüber extrem niederfrequenten Feldern (ELF EMF[2]) als auch gegenüber Hochfrequenzstrahlung (RF EMF[3]) vorkommen. Epidemiologische Studien sowie in vivo und in vitro durchgeführte Experimente zeigen, dass eine Exposition gegenüber gewissen ELF EMF das Krebsrisiko bei Kindern erhöhen und andere Gesundheitsprobleme bei Kindern und Erwachsenen herbeiführen kann. Ausserdem häufen sich epidemiologische Hinweise auf ein erhöhtes Hirntumorrisiko infolge Langzeitnutzung von Mobiltelefonen – der erste RF EMF Bereich, in welchem mit umfassenden Untersuchungen begonnen wurde. Epidemiologische und im Labor durchgeführte Studien, die ein erhöhtes Risiko für Krebs und andere Krankheiten infolge beruflicher Exposition gegenüber EMF zeigen, können nicht ignoriert werden. Laborstudien über Krebs und andere Krankheiten sagen aus, dass Hypersensitivität gegenüber EMF[4] teilweise durch eine genetische Prädisposition bedingt sein könnte.

6.      Wir rufen die Regierungen auf, Rahmenvorschriften für die öffentliche und berufliche Exposition gegenüber EMF zu schaffen, die das Vorsorgeprinzip[5] widerspiegeln – wie es einzelne Nationen schon getan haben. Vorsorgestrategien sollten auf Gestaltungs- und Leistungsnormen basieren. Sie müssen nicht unbedingt zahlenmässige Schwellenwerte definieren. Denn es besteht die Gefahr deren irrtümlicher Interpretation, wonach unterhalb solcher Schwellenwerte keine Gesundheitsschädigung vorkommen könne. Diese Strategien sollten einschliessen:

6.1.     Förderung von Alternativen zu den drahtlosen Kommunikationssystemen, z.B. Glasfaser- und Koaxialkabel; Entwurf von Mobiltelefonen, die sicherere Leistungsdaten einhalten und vom Kopf wegstrahlen; Erhaltung der vorhandenen Festnetze; unterirdische Führung der elektrischen Übertragungsleitungen in der Nähe bewohnter Gebiete und Vermeidung der Führung in Wohngebieten;

6.2.     Information der Bevölkerung über die potentiellen Risiken der Benutzung von Mobiltelefonen und Schnurlostelefonen. Ratschläge an die Konsumenten, drahtlos geführte Gespräche zu beschränken und für lange Gespräche Festanschlüsse zu benützen.

6.3.     Weitestgehende Begrenzung der Nutzung von Mobil- und Schnurlostelefonen durch Kinder und Jugendliche. Dringliches Verbot der Bewerbung von Kindern und Jugendlichen durch die Telekommunikationsfirmen.

6.4.     Forderung an die Hersteller, mit jedem Mobil- und Schnurlostelefon eine Freisprecheinrichtung (über Lautsprecher oder Kopfhörer) zu liefern.

6.5.     Schutz der Arbeitnehmer vor EMF erzeugenden Anlagen und Geräten durch Zugangsbeschränkungen und EMF-Abschirmung von Personen und Bauten

6.6.     Planung der Senderstandorte im Hinblick auf eine Minimierung der menschlichen Strahlungsexposition. Registrierung der Mobilfunk-Basisstationen bei den lokalen Planungsämtern und Anwendung der elektronischen Plan-Informationstechnologie zur Information der Öffentlichkeit über mögliche Expositionen. Vorschläge für flächendeckende städtische Drahtlos-Internet-Zugänge (z.B. WLAN, WIMAX, Breitband über Kabel oder Power-Line Communication PLC oder gleichwertige Technologien) sollten auf das Potential bezüglich EMF-Exposition überprüft werden, und nach ihrer Einrichtung sollten die Stadtverwaltungen sicherstellen, dass die entsprechenden Informationen allgemein zugänglich sind und periodisch aktualisiert werden.

6.7.     Ausscheidung von Zonen ohne drahtlose Kommunikation in Städten, in öffentlichen Gebäuden (Schulen, Krankenhäuser), in Wohngebieten und in öffentlichen Verkehrsmitteln, um den Zugang auch für Personen zu ermöglichen, die auf EMF hypersensitiv reagieren.

7.      ICEMS[6] ist bereit, den Behörden bei der Entwicklung eines EMF Forschungsprogramms beizustehen. ICEMS ruft auf zur Entwicklung klinischer und epidemiologischer Programme für die Erforschung örtlicher Häufungen von Personen mit allergischen Reaktionen und anderen Krankheiten oder Sensitivität auf EMF sowie zur Erfassung der Wirksamkeit von Vorsorgemassnahmen. ICEMS ermutigt zu wissenschaftlicher Zusammenarbeit und zur Überprüfung von Forschungsergebnissen.

Wir, die unterzeichnenden Wissenschafter, erklären uns bereit, bei der Förderung von EMF-Forschung und der Entwicklung von Strategien zum Schutz der Volksgesundheit durch die sinnvolle Anwendung des Vorsorgeprinzips mitzuhelfen.

Gezeichnet:

Fiorella Belpoggi, European Foundadion for Oncology & Environmental Sciences B.Ramazzini, Bologna, Italy

Carl F. Blackman, President, Bioelectromagnetics Society (1990-91), Raleigh, NC, USA

Martin Blank, Department of Physiology, Columbia University, New York, USA

Natalia Bobkova, Institute of Cell Biophysics, Pushchino, Moscow Region

Francesco Boella, National Inst. Prevention & Worker Safety, Venice, Italy

Zhaojin Cao, National Institute Environmental Health, Chinese Center for Disease Control, China

Sandro D.Allessandro, Physician, Mayor of Benevento, Italy, (2001-2006)

Enrico D.Emilia, National Institute for Prevention and Worker Safety, Monteporzio, Italy

Emilio Del Giuduice, National Institute for Nuclear Physics, Milan, Italy

Antonella De Ninno,Italian National Agency For Energy, Environment & Technology, Frascati, Italy

Alvaro A. De Sallas, Universidade Federal do Rio Grande do Sul, Porto Alegre, Brazil

Livio Giuliani, East Veneto&South Triol, National Inst. Prevention & Worker Safety, Camerino University

Yury Grigoryev, Institute of Biophysics; Chairman, Russian National Committee NIERP

Settimo Grimaldi, Inst. Neurobiology & Molecular Medicine, National Research, Rome, Italy

Lennart Hardell, Department of Oncology, University Hospital, Orebro, Sweden

Magda Havas, Environmental & Resource Studies, Trent University, Ontario, Canada

Gerard Hyland, Warwick University, UK; International Inst. Biophysics, Germany; EM Radiation Trust, UK

Olle Johansson, Experimental Dermatology Unit, Neuroscience Department, Karolinska Institute, Sweden

Michael Kundi, Head, Institute Environmental Health, Medical University of Vienna, Austria

Henry C. Lai, Department of Bioengineering, University of Washington, Seattle, USA

Mario Ledda, Inst. Neurobiology & Molecular Medicine, National Council for Research, Rome, Italy

Yi-Ping Lin, Center of Health Risk Assessment & Policy, National Taiwan University, Taiwan

Antonella Lisi, Inst. Neurobiology & Molecular Medicine, National Research Council, Rome, Italy

Fiorenzo Marinelli, Institute of Immunocytology, National Research Council, Bologna, Italy

Elihu Richter, Head, Occupational & Environmental Medicine, Hebrew University-Hadassah, Israel

Emanuela Rosola, Inst. Neurobiology & Molecular Medicine, National Research Council, Rome, Italy

Leif Salford, Chairman, Department of Neurosurgery, Lund University, Sweden

Nesrin Seyhan, Head, Department of Biophysics; Director, Gazi NIRP Center, Ankara, Turkey

Morando Soffritti, Scientific Director, Europ. Found. for Onc.& Environm. Sci. B. Ramazzini, Bologna, Italy

Stanislaw Szmigielski, Military Institute of Hygiene and Epidemiology, Warsaw, Poland

Mikhail Zhadin, Institute of Cell Biophysics, Pushchino, Moscow Region